Blumberger Damm

Demonstranten blockieren belebte Kreuzung in Marzahn

Demonstriert wurde gegen die schlechte Verkehrsanbindung im Berliner Osten. Die Protestler fühlen

Demonstranten auf der Kreuzung am Blumberger Damm.

Demonstranten auf der Kreuzung am Blumberger Damm.

Foto: Julia Hubernagel

Zehn Minuten lang ging nichts mehr auf der Kreuzung B1/B5 – Blumberger Damm in Marzahn, dann war alles wieder vorbei. Wenige Hupgeräusche begleiteten die Demonstranten am Mittwochabend gegen 17.45 Uhr bei ihrer Protestblockade. „Ich habe den Eindruck, Autofahrer haben die Kreuzung heute gemieden“, sagt Christian Gräff, Vorsitzender des Verbands Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN). „Normalerweise staut es sich um die Uhrzeit schon.“

Lange Staus sorgen für Ärger

Demonstriert wurde gegen die schlechte verkehrliche Anbindung im Berliner Osten. Vor allem die langen Staus und die Tangentialverbindung Ost (TVO), deren Bau sich weiter verzögert, erregen die Gemüter. „Die Leute hier auf der Köpenicker Straße bekommen den ganzen Tag über die Abgase ab“, ärgert sich Anwohner Carsten Wolf. „Und für Kinder ist ein Überqueren der Straße an manchen Stellen lebensgefährlich.“

Hunderte Kilometer Straßen ohne Gehweg

Überhaupt achte man zu wenig auf die Randbezirke. „In Kreuzberg diskutiert man über breitere Fahrradwege, hier gibt es oft gar keine“, ärgert sich Christian Gräff vom VDGN. „Wir haben in Marzahn-Hellersdorf Hunderte Kilometer Straße, an denen nicht mal Fußwege verlaufen.“

Kilometerlange Staus, keine Fahrradwege – und auch mit dem ÖPNV steht es in den Berliner Randgebieten nicht zum Besten. „Bei vielen ist das Fass übergelaufen, als jetzt auch noch die ­S-Bahn wochenlang nicht fuhr“, meint Gräff. Die geplante Blockade der Kreuzung habe daher auf viel Verständnis gestoßen. „In den sozialen Medien haben wir überwiegend positive Rückmeldungen bekommen“, so Gräff.