Extremismus

Bahngrundstück in Marzahn: Wagenburg von Polizei geräumt

Die Besetzergruppe "DieselA" verschaffte sich vor Wochen widerrechtlich Zutritt. Sie bauten eine Wagenburg aus Fahrzeugen auf.

Ein Polizist im Einsatz. (Symbolbild)

Ein Polizist im Einsatz. (Symbolbild)

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

Berlin. Bei der Räumung eines besetzten Geländes in Marzahn hat die Polizei neun Menschen abgeführt. Die Polizei sei mit etwa 250 Beamten vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher am Montag. Die Lage sei ruhig. Nun gehe es darum, die Eigentümer der Fahrzeuge auf dem Gelände festzustellen. An einigen von ihnen waren demnach keine Kennzeichen angebracht.

Die Identitätsermittlung der Abgeführten dauere an, sagte der Sprecher weiter. Einige von ihnen weigerten sich, Angaben zu machen. Danach sollen sie zunächst freigelassen werden. Gegen sie läuft aber ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch.

Aktivisten namens „DieselA" besetzten die Fläche seit September

Eine Gruppe von Aktivisten namens „DieselA“ hatte sich Ende September widerrechtlich Zutritt auf die Fläche an der Alten Börse verschafft, das der Deutschen Bahn gehört. Dort bauten sie eine Wagenburg auf. Auf der linken Internetplattform Indymedia wurde der Protest mit folgenden Worten begründet: „Weil wir uns die Stadt zurückholen!“. In einem späteren Beitrag hieß es: „Eigentum und Kapitalinteressen machen die Deutsche Bahn zur alleinigen Herrscherin über etliche Grundstücke in Städten und auf dem Land. Das wollen wir nicht hinnehmen.“ Das betreffende Areal liege seit Jahrzehnten brach.

Die Bahn hatte die Aktivisten mehrmals vergeblich aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Schließlich schaltete sie die Polizei ein.