„Dog Service Stations“

Ehrenamtliche sollen Hundekotbeutel nachfüllen

Weil der Bezirk sich nicht mit der Berliner Stadtreinigung einigen konnte, sind jetzt die Bewohner gefragt.

Nirgendwo gibt es so viele Hunde wie in Marzahn-Hellersdorf

Nirgendwo gibt es so viele Hunde wie in Marzahn-Hellersdorf

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

In keinem Bezirk wohnen so viele Hunde wie in Marzahn-Hellersdorf, genau 10.874 waren dort zuletzt gemeldet. Das sorgt natürlich auch für reichlich Hundekot, weshalb das Bezirksamt sich bereit erklärte, zehn sogenannte Dog Service Stations der Firma Wall aufzustellen – überwiegend im Bereich von Parks. Hundebesitzer können dort Papiertüten entnehmen und die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner an Ort und Stelle entsorgen.

Wegen einer neuen Gesetzgebung des Senats war Wall jedoch verpflichtet, die orangefarbenen Stelen bis Ende Jahres wieder abzubauen. Der Bezirk bemühte sich zwar, eine Einigung über den Weiterbetrieb der Stations zu finden, dazu kam es aber nicht. Denn Voraussetzung dafür war, dass die Berliner Stadtreinigung die Entsorgung beziehungsweise das Nachfüllen der Hundekotbeutel übernimmt. Doch auch hier konnte man sich nicht einigen.

In der Folge hat der Bezirk die Wall-Stations durch eigene ersetzt. Sucht aber mangels Personals nach Ehrenamtlichen, die sich um die Befüllung mit Beuteln kümmern. „Wir freuen uns über jeden Bewohner, der uns bei dieser Arbeit unterstützen will“, sagt Bezirksstadträtin Nadja Zivkovic (CDU). Es sei bereits eine große Hilfe, würden Hundebesitzer melden, wenn einer der Spender leer sei.