"SKRIPT"

Die neue künstlerische Freiheit am Freizeitforum Marzahn

Im Zuge seiner Sanierung erhält das Gebäude ein neues Kunstwerk. Obwohl die Marzahner eigentlich andere Ideen favorisiert hätten.

Das neue Kunstwerk soll im Herbst fertiggestellt sein.

Das neue Kunstwerk soll im Herbst fertiggestellt sein.

Foto: Ricarda Mieth

Marzahn-Hellersdorf. Es ist Austragungsort für Konzerte und Veranstaltungen, beheimatet die Stadtbibliothek, eine Schwimmhalle, sogar die Bezirksverordnetenversammlung kommt hier alle vier Wochen zusammen, weil in keinem der beiden Rathäuser genügend Platz ist. Das Freizeitforum Marzahn (FFM) ist der Treffpunkt im Bezirk schlechthin.

Seit 2016 wird der kurz nach der Wende am Victor-Klemperer-Platz eröffnete Bau nun bereits saniert. Und erhält im Zuge dieser Arbeiten ein neues Kunstwerk. „SKRIP“ heißt die Arbeit der Bildhauerin Ricarda Mieth, die die Fassade des FFM künftig zieren soll. Die Realisierung soll im Herbst dieses Jahres erfolgen.

Die Jury würdigte die poetische Dimension des Kunstwerks und „deren vielfältigen Bedeutungesebenen“. Vorgabe des Ideenwettbewerbs war eine Reflexion zu den Themen Freizeit und Freiheit. Mit einem einfachen Kniff gelange es Mieth, beide Begriffe typographisch zu verbinden. Dadurch, dass der mittlere Buchstabe auf der roten Fläche so gedreht ist, dass er sowohl ein „Z“ als auch ein „H“ darstellen könnte, verschmelzen beide Wörter zu einem.

Schwimmhalle eröffnet doch nicht im März

In die Bewertung der Preisrichter flossen auch die Stimmen einer Bürgerbeteiligung, die im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung stattfand. Die Marzahner wählten „SKRIPT“ allerdings nur auf den dritten Platz – zur Auswahl hatten sechs Kunstwerke gestanden. Dennoch ist die Jury überzeugt, dass Mieths Arbeit nicht nur inhaltlich am stärksten ist, sondern sich auch mit der „zukünftig hoffentlich intensiveren Nutzung“ des Innenhofes verträgt.

Die aktuelle Sanierung am FFM ist die zweite große nach 2014, als die Brandschutztechnik erneuert wurde. In der zweiten Phase erfolgt die energetische Sanierung. Alle Dächer und Glaselemente werden beziehungsweise wurden erneuert. Wegen der Arbeiten musste aber zum Beispiel die Schwimmhalle immer wieder geschlossen werden, zuletzt im September, wegen der Sanierung von Technik und Sauna.

Und entgegen der Pläne, wird sie nicht im März wiedereröffnen. Wie die „Berliner Woche“ berichtet, dauert der Austausch der Glasfassade noch bis Mitte Mai, danach seien noch Restarbeiten wie die Verlegung der Fliesen zu erledigen. Ebenso die Inbetriebnahme der neuen Wasseraufbereitungsanlage. „Wenn alles klappt, können wir wahrscheinlich Anfang Juli die Schwimmhalle wieder öffnen“, zitiert das Blatt Miroslav Filzek, den Geschäftsführer der Gesellschaft für Stadtentwicklung, der das FFM gehört. Grund für die Verzögerung ist offenbar die schwierige Finanzierung der Sanierung, die ursprünglich geplanten Mittel reichen nicht aus, das Bezirksamt ist auf verschiedene Fördertöpfe angewiesen.