Unesco

In Marzahn steht ein neues Stück Kulturerbe

Die Unesco erklärt das Müllerhandwerk zum "Immateriellen Kulturerbe der Menschheit". Das betrifft auch die Bockwindmühle in Marzahn.

Müller Jürgen Wolf von der Marzahner Mühle freut sich über die Auszeichnung seines Handwerks

Müller Jürgen Wolf von der Marzahner Mühle freut sich über die Auszeichnung seines Handwerks

Berlin. Das Wappen von Marzahn-Hellersdorf zieren fünf goldene Ähren, sie stehen für die fünf Ortsteile und erinnern an die landwirtschaftliche Tradition des Bezirks. Das silberne Zahnrad darunter steht unter anderem für die Antriebstechnik einer Mühle. Kein Wunder also, dass die Bockwindmühle in Marzahn das Wahrzeichen des Bezirks schlechthin ist.

Diese Woche nun hat die Unesco dem traditionellen Müllerhandwerk den Titel als „Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“ verliehen. Die Arbeit in Wind- oder Wassermühlen sei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieses Handwerks, Maßnahmen zur Vermittlung des Handwerks – so wie in der Marzahner Mühle – würde das Wissen darüber sichern, so die Unesco.

Glückwünsche von der Bezirksstadträtin

Die Bewerbung erfolgte durch die Müllergilde e.V., 50 aktive Mühlen – gewerbliche Betriebe und ehrenamtlich betriebene Mühlen – unterstützten das Vorhaben. Darunter auch Jürgen Wolf, Müller in der Marzahner Bockwindmühle. „Ich freue mich, dass wir mit unserer Marzahner Mühle und dem tollen Einsatz unserer Müllers einen Beitrag dazu leisten, den Zugang zu diesem Traditionsberuf zu wahren“, sagt Wirtschaftsstadträtin Nadja Zivkovic (CDU).

Die Marzahner Bockwindmühle ist ein Nachbau des Originals von 1815 und wurde 1994 eingeweiht. Besucher können dort an Führungen, und nach Wunsch auch am „Erlebnismahlen“ teilnehmen, wo sie beobachten können, wie noch vor 100 Jahren Korn zu Mehl gemahlen wurde. Auch Hochzeiten sind in der Mühle möglich.

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