Kommentar

Senioren sind eine Chance für den Bezirk

Die Menschen in Marzahn-Hellersdorf werden immer älter. Lorenz Vossen sieht in dem demografischen Wandel auch Chancen.

Der Bezirk altert schneller als andere in Berlin.

Der Bezirk altert schneller als andere in Berlin.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Berlin. Es ist ein alltägliches Bild, gerade wenn man sich tagsüber durch Marzahn-Hellersdorf bewegt: Ob in Bus oder Bahn, im Supermarkt oder in den Parks – es sind viele Menschen unterwegs, deren Haare ergraut sind und die einen Rollator benutzen. Und es werden nicht weniger. Aktuell liegt der Altersdurchschnitt im Bezirk zwar nur ein Jahr über dem stadtweiten Mittel, steigt aber nirgendwo schneller in Berlin.

Was nach gefährlichem demografischen Wandel klingt – und tatsächlich tut der Bezirk auch gut daran, dass er sich diesem schon länger annimmt – ist andererseits auch eine Chance. Das zeigt das Musterhaus des Verbands Deutscher Grundstücksnutzer in Biesdorf, dem deutschlandweit einzigen seiner Art, das über technische Möglichkeiten zum Wohnen im Alter informiert.

Es ist ein weiterer wichtiger Baustein für den Gesundheitsstandort Marzahn-Hellersdorf, der bereits zwei Kliniken, diverse Gesundheitszentren, Arztpraxen – und in hoffentlich naher Zukunft auch ein Demenzdorf auf dem Gelände des ehemaligen Wernerbads in Kaulsdorf beheimatet. Die Gesundheitswirtschaft zieht gut ausgebildete Berufstätige an, deren Kaufkraft der Ost-Bezirk gut gebrauchen kann. Auch ist sie ein Innovationstreiber.

Da passt es gar nicht schlecht, dass nach dem Rücktritt von Wirtschaftsstadtrat Johannes Martin (CDU) mit Nadja Zivkovic eine Nachfolgerin installiert wurde, die als ausgewiesene Expertin im Gesundheitssektor gilt.

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