Persönliche Gründe

Wirtschaftsstadtrat Johannes Martin tritt zurück

Nach nur zwei Jahren im Amt gibt der CDU-Politiker sein Amt aus persönlichen Gründen ab. Seine Nachfolgerin steht bereits fest.

Johannes Martin wurde nach der Berlin-Wahl 2016 Stadtrat

Johannes Martin wurde nach der Berlin-Wahl 2016 Stadtrat

Berlin. Der Stadtrat für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen in Marzahn-Hellersdorf, Johannes Martin (CDU), ist zurückgetreten. Der 31-Jährige werde sein Amt ab diesem Monat aufgeben, teilten der CDU-Kreisverband Wuhletal und die CDU-Fraktion des Bezirks am Montag mit. Hintergrund des Rücktritts sind offenbar persönliche Gründe.

Martin, seit 2006 in der CDU und seit 2011 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf, hatte sein sein Amt nach der Abgeordnetenhauswahl 2016 als Nachfolger des heutigen Abgeordneten Christian Gräff angetreten. Ab Juni 2014 war er CDU-Fraktionschef in der Bezirksverordnetenversammlung gewesen. Der besondere Fokus des zweifachen Familienvaters galt der Förderung des Wirtschaftsstandorts Marzahn-Hellersdorf, etwa durch den Cleantech Business Park in Marzahn oder der Gesundheitswirtschaft, aber auch verkehrlichen Themen wie der sogenannten Verkehrslösung Mahlsdorf.

"Johannes Martin hat in den letzten zwei Jahren in diesen Bereichen sehr engagierte und erfolgreiche Arbeit geleistet", sagte der CDU-Abgeordnete Mario Czaja. Er bedauere den Rücktritt, habe aber Respekt und Verständnis für die Entscheidung. Seiner Partei sei wichtig, dass man neben dem Wirtschaftsressort auch Verantwortung für das Straßen- und Grünflächenamt trage, da diese Ressorts fast jeden Bewohner unmittelbar betreffen würden und "nach Jahren der Entbehrung" erstmals wieder "spürbar" in Geh-, Radwege und Straßen investiert werde.

Linke: Große Anerkennung über Parteigrenzen hinaus

Die Fraktion der Linken zeigte sich ebenfalls überrascht, äußerte aber ihren "großen Respekt" für die Entscheidung. Man danke Martin für die kollegiale Zusammenarbeit. Auch wenn man nicht immer einer Meinung gewesen sei, habe immer der gegenseitige Respekt im Mittelpunkt gestanden. Martin habe sich über Parteigrenzen hinweg "große Anerkennung" erarbeitet.

Martins Nachfolgerin steht bereits fest. In der Bezirksverordnetenversammlung am 13. Dezember soll Nadja Zivkovic als neue Stadträtin gewählt werden. Die 40-Jährige war seit 2012 in leitender Funktion für verschiedene Wirtschaftsprojekte im Bezirk zuständig und baute dabei das Netzwerk Gesundheitswirtschaft auf. Darüber hinaus soll sie bestens mit Teilen regionaler Unternehmerschaft vernetzt sein und "umfassende Erfahrungen und Kenntnisse" in der bezirklichen Verwaltungsstruktur haben.

Zivkovic ist gebürtige Sächsin, studierte in Dresden Jura und in Berlin Kommunikationswissenschaften . "Wir sind überzeugt davon, dass sie alle GVorraussetzungen mitbringt, um nahtlos an die erfolgreiche Arbeit von Christian Gräff und Johannes Martin anzuknüpfen", so Czaja.

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