Zusätzliche Räume

Alice-Salomon-Hochschule bietet 1000 neue Studienplätze

Die Hochschule Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik will Räume im Einkaufszentrum Helle Mitte anmieten.

An der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf steigt die Zahl der Studenten kontinuierlich an. Deshalb werden zusätzliche Seminarräume benötigt.

An der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf steigt die Zahl der Studenten kontinuierlich an. Deshalb werden zusätzliche Seminarräume benötigt.

Foto: imago stock / imago/Jürgen Ritter

Berlin. Soziale Berufe werden immer wichtiger, qualifizierte Kräfte sind gefragt. Deshalb will die Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik mehr junge Leute ausbilden. In Abstimmung mit dem Senat ist vorgesehen, die Zahl der Studenten bis 2022 um etwa 1000 zu erhöhen. Derzeit sind es rund 3700. Doch dafür werden zusätzliche Räume benötigt. Schon jetzt ist der Platzmangel erheblich.

Die Hochschule, die 1908 in Schöneberg gegründet wurde, hat seit 1998 ihren Sitz am Alice-Salomon-Platz in Hellersdorf. Der Neubau wurde für rund 1800 Studenten errichtet. Seit Jahren ist ein zweites Gebäude vorgesehen. Aber im Rahmen des Planungsverfahrens gebe es immer wieder nicht von der Hochschule zu vertretende Erschwernisse, sagte Christiane Schwausch, Sprecherin der Hochschule, „sodass sich auch die Umsetzung des Erweiterungsbaus, trotz Absicherung der Finanzierung, immer wieder verzögert.“ Damit stehe die Hochschule vor der Aufgabe, den dringend erforderlichen Raumbedarf vorerst anderweitig abzudecken.

Areal aus eigenen Mitteln

Als Interimslösung dienen Flächen im Gewerbehof „econopark“ an der Döbelner Straße in Hellersdorf. Ab April 2019 sollen außerdem 1088 Quadratmeter im Einkaufszentrum Helle Mitte gemietet werden, um Seminarräume einzurichten. Doch die Hoffnungen richten sich auf den geplanten Erweiterungsbau auf einem Grundstück am Kokoschkaplatz in Hellersdorf, ganz in der Nähe des Gebäudes von 1998.

Die Hochschule hat das Areal aus eigenen Mitteln erworben und einen Wettbewerb durchgeführt. Der Baubeginn war für 2018 vorgesehen, verschiebt sich aber voraussichtlich auf 2020. Grund für die Verzögerung sei, dass Planungen geändert und zusätzliche Mittel beantragt werden mussten, teilte Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, auf Anfrage des Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg mit.

Drei Bauabschnitte sind geplant. Zunächst soll ein neues Gebäude errichtet werden, das etwa 1200 Quadratmeter Fläche für Seminar- und Verwaltungsräume enthält. Auch sogenannte Skill-Labs für die Pflegestudiengänge entstehen. Die Finanzierung aus Hochschulmitteln sei gesichert, sagte Hochschul-Sprecherin Schwausch. Außerdem bekommt die Hochschule eine Mensa als zweiten Bauabschnitt mit rund 820 Quadratmetern.

Die ersten beiden Bauabschnitte sollen laut Staatssekretär Krach im Jahr 2022 an die Hochschule übergeben werden. Ein dritter Abschnitt sieht rund 1600 Quadratmeter Fläche vor. Dafür soll ein Hochhaus auf dem Kokoschkaplatz errichtet werden. Während der Baubeginn auf sich warten lässt, steigt die Zahl der Studenten an der Alice-Salomon-Hochschule kontinuierlich an.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.