Kaulsdorf

Vorerst doch warme Mahlzeiten an Ulmen-Grundschule

Eigentlich sollte es nur noch Kaltverpflegung geben, jetzt wurde eine kurzfristige Lösung vereinbart. Damit ist es aber nicht getan.

Das Mittagessen an der Ulmen-Grundschule ist ein Streitthema

Das Mittagessen an der Ulmen-Grundschule ist ein Streitthema

Berlin. Die Verpflegung mit warmem Essen an der Ulmen-Grundschule ist vorerst gesichert. Wie Stadträtin Juliane Witt (Linke) am Donnerstag in der Bezirksverordnetenversammlung mitteilte, soll ein zusätzlicher Raum für den Abwasch kurzfristig Abhilfe schaffen und so zumindest ein Mindestmaß an Hygiene garantieren.

Wie berichtet, hatte Schulleiterin Iris Pakulat angekündigt, ab Oktober auf die Ausgabe von warmen Mahlzeiten zu verzichten und nur noch belegte Brötchen und Müsliriegel zu verteilen. Grund dafür war neben den katastrophalen Hygienebedingungen, dass die provisorische Mensa in der Aula, die deshalb nötig geworden war, nicht eingerichtet werden konnte, untere anderem wegen eines fehlenden Stromkabels.

Wie Stadträtin Witt berichtete, wäre „es mit einer Steckdose aber nicht getan“ gewesen. Vielmehr würden Genehmigungen für den Bau fehlen, etwa für den Brandschutz, Denkmalschutz oder für die Umnutzung. Dies war der Schullleitung, die sich über die mangelhafte Informationspolitik des Bezirksamts geärgert hatte, aber nicht bekannt gewesen. „Wir haben da Lücken im System“, räumte Witt ein und entschuldigte sich.

Ein Container könnte zunächst die Lösung sein

Bei einer Begehung am Donnerstag wurden Lösungen diskutiert. Eine Option ist, die Aula mit beweglichen Tischen und Stühlen auszustatten, die morgens und abends weggeräumt würden, wie Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) mitteilte. Anders als bei einer dauerhaften Nutzung bräuchte es hierfür keinen Bauantrag, wohl aber die Zustimmung von Denkmalschutz, Gesundheitsamt und Caterer.

Eine andere, von Lemm „Interimslösung light“ genannte Option, wäre die Aufstellung eines Containers. Diese Idee gab es bereits 2017, scheiterte aber am Denkmalschutz. Würde es nun, in Anbetracht der prekären Situation, ein Okay aller Beteiligten geben, würde man sich schnellstmöglich an die Umsetzung machen, so Lemm.

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