Gesundheit

Vivantes Klinikum Kaulsdorf stellt Babylotsen ein

Das Angebot soll junge oder überforderte Eltern unterstützen und bei Bedarf konkrete Hilfsangebote vermitteln.

Babylotsen sollen Familien im Bedarfsfall unterstützen

Babylotsen sollen Familien im Bedarfsfall unterstützen

Für alle Eltern ist die Geburt eines Kindes eine Herausforderung. Für manche von ihnen kann sie zu groß werden. Um werdende Mütter und Väter dabei zu unterstützen, stellt das Vivantes Klinikum Kaulsdorf noch in diesem Jahr einen Babylotsen ein. Das gab der Chef der Geburtsklinik, Dr. Bodo Müller, im Gesundheitsausschuss der Bezirkverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf bekannt.

Das Angebot soll greifen, wenn sich rund um die Geburt Anhaltspunkte für Belastungen ergeben. Der Babylotse soll für die Eltern Ansprechpartner sein und in einem persönlichen Gespräch klären, ob und welche Hilfe die Familie benötigt. Er oder sie gibt bei Bedarf Auskunft zu Angelegenheiten wie Mutterschutz und Mutterschaftsgeld, Elterngeld und Elternzeit, Kindergeld oder Kinderzuschlag und vermitteln Kontakte zu entsprechenden Behörden, Ämtern oder Beratungsstellen. Das Angebot soll im Bedarfsfall vor allem die Hemmschwelle senken, Unterstützung anzunehmen.

1,5 Millionen Euro pro Jahr für Babylotsen

"Babylotsen tragen dazu bei, dass sich Mütter und Väter nach der Geburt ihres Kindes gut informiert und versorgt auf das Familienleben freuen können", heißt es auf der Seite der Senatsgesundheitsverwaltung, die das Projekt stadtweit mit 1,5 Millionen Euro Projekt finanziert. Linke und Grüne im Bezirk hatten vergangenes Jahr das Bezirksamt via Antrag aufgefordert, mit dem Senat in Verhandlungen über Mittel für Babylotsen in allen Berliner Geburtskliniken einzutreten. Mit Erfolg.

Das Klinikum in Kaulsdorf ist die achte Geburtsklinik, die einen Babylotsen einstellt. Die Stelle soll noch dieses Jahr besetzt werden. Bei rund 1000 Geburten im Jahr könne perspektivisch auch ein weiterer Babylotse Sinn machen, sagte die Bezirksverordnete Janine Behrens (Linke) der Berliner Morgenpost. Man woll dazu in enger Abstimmung mit dem Klinikum bleiben.

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