Gunnar Lindemann

AfD-Politiker findet kein Wahlkreisbüro in Marzahn

Der zukünftige Berliner AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann findet kein Büro - und wittert eine Vermieter-Verschwörung.

Wahlplakate der AfD in  Marzahn-Hellersdorf

Wahlplakate der AfD in Marzahn-Hellersdorf

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Der zukünftige Berliner AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann findet kein Wahlkreisbüro in Marzahn-Hellersdorf.

In einem Facebook-Post seines Bezirksverbands heißt es: "Leider haben wir feststellen müssen, das viele Vermieter nicht an demokratisch gewählte AfD Abgeordnete vermieten möchten."

Der AfD-Abgeordnete hatte bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl eines der fünf Direktmandate für die AfD errungen. In seinem Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 1 setzte er sich mit 30,6 Prozent der Stimmen durch.

Lindemann habe mehrere Immobilien angefragt, aber keinerlei Antworten bekommen. Seine Anforderungen an ein Büro: "etwa 30-60 qm groß. Nicht ebenerdig und kein Ladenlokal".

Besonders interessiert sei Lindemann an einem Büro im Vitahaus in der Marzahner Havemannstraße. "Nur leider werden meine Emails nicht beantwortet und am Telefon werde ich vertröstet; obwohl das halbe Gebäude leer steht", schreibt der Politiker in einem weiteren Facebook-Post.

Lindemann weiter: "Traurig das sich Immobilienvermieter so undemokratisch gegenüber demokratisch gewählte Abgeordnete verhalten."

Dem widerspricht laut "Tagesspiegel" die Hausverwaltung. "Wir haben Herrn Lindemann bereits vor drei Wochen per E-Mail mitgeteilt, dass wir Umbauarbeiten haben und deshalb keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen", wird Simone Maurer von der Hausverwaltung zitiert.

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