Baustopp

Fertigstellung des Regine-Hildebrandt-Park verzögert sich

Lange Lieferzeit verhindern den Bau des Regine-Hildebrandt-Park. Für eine Brücke werden mehr als 5000 Tonnen von dem Material benötigt. Dennoch wird versucht, noch in diesem Jahr mit dem Bau der Brücke zu beginnen. Der erste Abschnitt des Parks wurde im Jahr 2007 fertiggestellt.

Die explodierende Nachfrage nach Stahl auf dem Weltmarkt verzögert die Fertigstellung des Regine-Hildebrandt-Parks am U-Bahnhof Hellersdorf. "Der Bau einer Brücke über das Feuchtgebiet kann erst im kommenden Jahr abgeschlossen werden, weil es jetzt für Stahl auf dem europäischen Markt lange Lieferfristen gibt", sagt Norbert Lüdtke (Linke), Stadtrat für Ökologische Stadtentwicklung. Mehr als 500 Tonnen von vorwiegend verzinktem Stahl sind für die 70 Meter lange Brücke erforderlich, so für Pfosten, Planken und Geländer. In fünf Meter Höhe soll diese spektakuläre Steganlage über Biotope und Tümpel bis zum Wohngebiet Heidenauer Straße führen.

Gabriele Wilheim, die im Natur- und Umweltamt Marzahn-Hellersdorf für die Planungen zuständig ist, rechnet aber damit, dass bald ein verbindlicher Liefertermin für den Stahl genannt werden kann. Dafür spreche auch, dass die Ausschreibung für den Brückenbau durch die zuständige Senatsverwaltung gerade beendet wurde. Pfosten sollen aber möglichst noch in diesem Jahr in den Boden gerammt werden. Die Brücke werde dezent den Naturraum überspannen und auch zwei höher gelegene Aussichtsplattformen erhalten. Das Gelände sei schon mit Planierraupen zu einer Tallandschaft modelliert worden. Die Talsohle und die Ränder der Tümpel sollen mit Gewächsen bepflanzt werden, die große Feuchtigkeit vertragen. Im Herbst werden 800 Bäume gepflanzt, vorwiegend am Bahndamm entlang der U-Bahn-Linie 5 und an Anhöhen. Eichen, Ulmen und Eschen wurden vom Bezirksamt ausgewählt.

In diesen zweiten Bauabschnitt des nach der 2001 gestorbenen SPD-Politikerin Regine Hildebrandt benannten Stadtteilparks werden 1,9 Millionen Euro aus dem Senatsförderprogramm "Stadtumbau Ost" investiert. Der 2007 fertiggestellte erste Abschnitt hatte mehr als eine Million Euro gekostet. Den Mittelpunkt dieser Anlage bildet ein Labyrinthgarten mit Rosengehölzen und einer Edelstahlwand.

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