Gesellschaft

Lichtenbergs Bürgermeister kämpft gegen Antisemitismus

Will nicht zusehen: Bezirksbürgermeister Michael Grunst.

Will nicht zusehen: Bezirksbürgermeister Michael Grunst.

Foto: Facebook/Michael Grunst

Das American Jewish Committee hatte eine Initiative ins Leben gerufen, um Politiker im Engagement gegen Antisemitismus zu vereinen.

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) ist mit der Unterzeichnung der Erklärung „Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gegen Antisemitismus“ offiziell dem gleichnamigen Bündnis des American Jewish Committee (AJC) beigetreten. Die Unterzeichnung fand Ende Juni statt. Damit ist er einer von 85 deutschen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die die Initiative unterstützen.

Grunst sagte: „Antisemitismus ist aus unserer Gesellschaft nicht verschwunden. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Vorfälle sogar noch erhöht. Es bleibt für uns alle wichtig, Antisemitismus entschieden entgegen zu treten. Mit dem Beitritt zur Initiative des American Jewish Committee möchte ich daher ein klares Signal senden, dass Antisemitismus in Lichtenberg keinen Platz hat.“

2015 hatte das American Jewish Committee (AJC) die Initiative „Mayors United Against Antisemitism“ ins Leben gerufen, um Politikerinnen und Politiker auf kommunaler Ebene im Engagement gegen Antisemitismus zu vereinen und zu stärken. Seit Jahren nimmt die Zahl antisemitischer Taten immer weiter zu. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus registrierte in Berlin für das Jahr 2021 erstmals über 1000 Fälle.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Neuauflage der 2015 gestarteten Initiative auf europäischer Ebene angestoßen, um Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kampf gegen Antisemitismus zu verbinden.

( BM )