Museum

Erfinder des Eierschneiders kommt aus Lichtenberg

Jan-Henrik Hnida
Der Lichtenberger Willi Abel erfand den Eierschneider. (Symbolfoto)

Der Lichtenberger Willi Abel erfand den Eierschneider. (Symbolfoto)

Foto: Ralf Rottmann / WAZ Fotopool.

Zum 70. Todestag erinnert das Museum Lichtenberg an Willi Abel – dem Erfinder des Eierschneiders und der Brotschneidemaschine.

Zum 70. Todestag erinnert das Museum Lichtenberg am 14. Oktober mit einer Sonderführung an Willi Abel († 23. September 1951), Unternehmer und Erfinder des Eierschneiders und der Brotschneidemaschine.

Willi Abel, geboren 1875 in Dierdorf/Rheinland, wurde Konstrukteur und Erfinder und gründete 1907 in der Lichtenberger Rittergutstraße 106-107 (heute Josef-Orlopp-Straße 89-92) eine Haushaltsgerätefabrik, die er später Harras nannte. Der Produktkatalog umfasste Gemüseschneider, Reiben, Messerschärfer, Waffeleisen und vieles mehr.

Zwei Erfindungen, die heute noch in jedem Haushalt zu finden sind, stehen eng im Zusammenhang mit dem Firmennamen Harras: der Eierschneider und die Brotschneidemaschine mit rundem Messer.

Finanziell zahlte sich sein Engagement aus, denn die Eierschneider gingen als Massenprodukt in die ganze Welt und bewahrten die Firma vor größeren Schäden in Krisen. Der Erfindergeist Willi Abels, wie auch der anderer Konstrukteure, Ingenieure und Erfinder der Stadt, brachte Lichtenberg den Ruf als Standort der Innovationen ein. Als Willi Abel 1951 starb, hinterließ er einen Betrieb, der nach den Kriegswirren einen hoffnungsvollen Neustart absolviert hatte.

Die Führung mit Dirk Moldt, Archivleiter des Museums, widmet sich sowohl der Person Willi Abel als auch anderen Konstrukteuren und Erfindern, die mit dem Standort Lichtenberg als innovativem Stadtteil Berlins verbunden sind. Sie findet am 14. Oktober um 18 Uhr im Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24 statt. Der Eintritt ist frei.