Lichtenberg

Neues Schuljahr: Mehr Platz an drei Grundschulen

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Jan-Henrik Hnida
Die Schülerinnen und Schüler der 36. Grundschule in der Wartiner Straße 6 konnten zum Schuljahresbeginn in das frisch sanierte Schulgebäude einziehen.

Die Schülerinnen und Schüler der 36. Grundschule in der Wartiner Straße 6 konnten zum Schuljahresbeginn in das frisch sanierte Schulgebäude einziehen.

Foto: Bezirksamt Lichtenberg

An drei Standorten in Lichtenberg konnten aus Haushaltsmitteln des Bezirks die Schulplatzkapazitäten erweitert werden.

An drei Grundschulen in Lichtenberg konnten aus Haushaltsmitteln des Bezirks mehr Schulplätze zum Schuljahresbeginn 2021 geschaffen werden. Das meldete das Bezirksamt, während draußen am Rathaus eine zweitägige Mahnwache Unter dem Motto „Hilfe wir platzen - Lichtenberger Schulen am Limit“ gehalten wird.

„In Lichtenberg haben wir in den letzten zweieinhalb Jahren 3128 Schulplätze geschaffen, das entspricht sieben dreizügigen Grundschulen. Mehr als jeder andere Bezirk“, sagte Schulstadtrat Martin Schaefer (CDU) gegenüber der Morgenpost.

In der Wartiner Straße 6 hat der Bezirk das Schulgebäude, die Außenanlagen und die Sporthalle für 12,5 Millionen Euro saniert. Für rund 6,6 Millionen Euro hat das bezirkliche Immobilienmanagement gemeinsam mit dem Schul- und Sportamt außerdem das Haus B der Hermann-Gmeiner-Schule saniert und in der Lisztstraße wurden temporär Schulcontainer aufgestellt um die Kapazitäten in der Schule zu erhöhen.

Wartiner Straße 6, Wohngebiet Hohenschönhausen-Nord

Die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der 36. Grundschule in der Wartiner Straße 6 konnten zum Schuljahresbeginn in das frisch sanierte Schulgebäude einziehen. Seit der Schulneugründung vor drei Jahren waren sie in einem Schulgebäude zu Gast, dass sich in der Konrad-Wolf-Straße befindet. Nun haben die Kinder und Jugendlichen einen kürzeren Schulweg.

Für 12,5 Mio. Euro aus dem bezirklichen Investitionsprogramm wurden das Schulgebäude, die Außenanlagen und die Sporthalle von Grund auf saniert. Der Standort war ehemals eine Polytechnische Oberschule (POS) und hatte eine Standzeit von 33 Jahren. Das Gebäude stand seit 2014 leer. Konzipiert ist der modernisierte Schulbau nun für 2,5 Grundschulzüge. Es erfolgte eine energetische Sanierung der Fenster und der Gebäudehülle, eine Vollausstattung mit Smartboards und eine strukturierte Verkabelung.

Zudem wurde an den Bestandsbau eine Mensa zur Essensversorgung angegliedert. Ebenso erfolgte eine behindertengerechte Erschließung des Schulgebäudes. Diese beinhaltete unter anderem die Errichtung einer Rampe sowie den Einbau behindertengerechter WC-Anlagen sowie einen Fahrstuhl. Der Schulstandort verfügt über rund 10.000 Quadratmeter mit kindgerechten Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, darunter einem Kleinspielfeld und einer Laufbahn mit Sprunggrube. Gebaut wurde von März 2018 bis August 2021.

Harnackstraße 17 Haus B, Frankfurter Allee Süd

Nachdem bis zum Jahr 2018 bereits das Haus A der Hermann-Gmeiner-Schule saniert wurde, wurden ab April 2019 auch die Sanierungsarbeiten für das Haus B in Angriff genommen. Diese dauerten bis Juli, einige Rest- und Ausbesserungsarbeiten werden gegenwärtig noch fertig gemacht. Die zugehörige Sporthalle konnte bereits 2010 grundlegend saniert werden, womit nunmehr alle Baukörper am Standort den heutigen Anforderungen entsprechen. Das Haus A und Haus B sind jeweils für 2,5 Grundschulzüge ausgelegt.

6,65 Millionen Euro bezirklicher Investitionsmittel wurden für die Sanierung des Haus B eingesetzt. Es erfolgte eine grundlegende Sanierung des Gebäudes mit behindertengerechter Erschließung und Herrichtung zu einem modernen Grundschulstandort. Dies beinhaltete unter anderem die Errichtung einer Rampe, den Einbau behindertengerechter WC-Anlagen, die energetische Sanierung der Fenster und der Gebäudehülle, eine strukturierte Verkabelung, Kompletterneuerung der Elektrik, Schallschutzmaßnahmen durch Deckenabsorber, einen neuen Verwaltungstrakt, entsprechende Fachräume sowie einen Fahrstuhl.

Erbaut wurde das Schulgebäude in der Harnackstraße 17 im Jahr 1972 als POS-Doppelschulstandort in typischer Plattenbauweise inmitten einer DDR-Großraumsiedlung. Das Schulgelände verfügt über zirka 17.000 Quadratmeter. Bis 1956 erstreckte sich auf dem heutigen Schulgelände teilweise noch die Kleingartenanlage „Märtens Ruh“, der Großteil war hinteres Hofgelände der Bebauung Magdalenenstraße 472-474, welche ab den 1960er Jahren der Großraumsiedlung Frankfurter Allee Süd weichen musste.

Lisztstraße 6-7, Wohngebiet Karlshorst

Am Standort der Karlshorster Schule wurden vier Module errichtet, in denen sich vier moderne und hochwertige Klassenraumcontainer befinden. Die Container wurden von Februar bis August errichtet. Die Finanzierung erfolgt mit rund 350.000 Euro aus bezirklichen Mitteln der Bauunterhaltung. Die Container waren zuvor in der Schule am Rathaus während der dortigen Schulsanierung im Einsatz. Sie wurden vom Bezirk gekauft und dienen der „temporären Schulentlastung“.

„Wir wollen die besten Lernbedingungen für die Lichtenberger Schulkinder. Das seit 2017 Erreichte zeigt die gute Zusammenarbeit im Bezirksamt und zwischen den Ämtern“, sagt Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke). Der Schulbau habe hohe Priorität. „Wir machen unsere Hausaufgaben“, fügt Schulstadtrat Schaefer hinzu.