Geschichte

Tag des offenen Denkmals: Lichtenberg sinnlich erleben

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Die Gedenkstätte der Sozialisten ist eine Grab- und Gedenkstätte innerhalb des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Lichtenberg.

Die Gedenkstätte der Sozialisten ist eine Grab- und Gedenkstätte innerhalb des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Lichtenberg.

Foto: Jan-Henrik Hnida

Beim Tag des offenen Denkmals am 11. und 12. September in Lichtenberg ist das Motto: „Sinnlich & sinnvoll“.

Berlin. Lichtenberg beteiligt sich auch dieses Jahr wieder am Tag des offenen Denkmals am Sonnabend, 11. September und Sonntag, 12. September. Das Motto dieses Mal ist „Sinnlich & sinnvoll“. Insgesamt 13 Denkmale in Lichtenberg beteiligen sich an dem bundesweiten Aktionstag, darunter das Hubertusbad, das ehemalige Theater Karlshorst, die Kirche zur frohen Botschaft mit ihrer Amalien-Orgel und der Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

Im Stadtbad Lichtenberg – dem „Hubertusbad“ – lädt die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH zur offiziellen Eröffnung des teilsanierten Stadtbades ein. Stündliche Führungen stellen das historische Foyer und den neugestalteten ehemaligen Frauenschwimmbereich vor. Dabei werden Fragen zum Konzept für einen der schönsten expressionistischen Bauten Berlins beantwortet.

Das ehemalige Theater Karlshorst - „Haus der Offiziere“ - wird bis 2024 saniert

In den Jahren 1948/1949 erbaut, wurde das ehemalige Theater Karlshorst, das „Haus der Offiziere“ bis 1994 von der sowjetischen Armee genutzt und anschließend als Privattheater bespielt. Seit 2008 ist das Theater ungenutzt. Mit der Übertragung des denkmalgeschützten Gebäudes an die Stiftung Stadtkultur begann ein Prozess der Wiederbelebung. Bis 2024 soll es restauriert, saniert und umgebaut werden.

Mit der „Amalien-Orgel“ befindet sich in Lichtenberg, im Ortsteil Karlshorst, die älteste Orgel Berlins. Sie kann zum Tag des offenen Denkmals bei Konzerten in der „Kirche zur frohen Botschaft“ gehört werden. Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde ist ein weiteres Highlight: Zahlreiche Prominente aus Politik, Kultur und Wissenschaft des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Die Gräber spiegeln die wechselvolle Geschichte Berlins und Lichtenbergs wider. Führungen an beiden Tagen geben interessante Einblicke in dieses besondere Denkmal.

„Ich freue mich, dass sich erstmals das ehemalige „Haus der Offiziere“ in Karlshorst wieder vorstellen kann“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke). Es war der erste Theaterneubau in Deutschland nach 1945 und wird nun als KAHO. Raum für Kultur wiederbelebt.

Das Programm für ganz Berlin ist auf der Internetseite vom Landesdenkmalamt Berlin zu sehen.