Lichtenberg

TVB-Vorsitzende: Kriminelle und Käufer verursachen Tierleid

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Mit Plakaten in der ganzen Stadt beteiligt sich der Berliner Tierschutzverein (TVB) an einer bundesweiten Kampagne gegen illegalen Welpenhandel.

Mit Plakaten in der ganzen Stadt beteiligt sich der Berliner Tierschutzverein (TVB) an einer bundesweiten Kampagne gegen illegalen Welpenhandel.

Foto: Berliner Tierschutzverein (TVB)

Kampagne gegen illegalen Welpenhandel des Tierschutzvereins TVB wird von Bezirksbürgermeister Grunst unterstützt.

Mit Plakaten in der ganzen Stadt beteiligt sich der Berliner Tierschutzverein (TVB) an einer bundesweiten Kampagne gegen illegalen Welpenhandel. Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) unterstützt die Kampagne des TVB. In Falkenberg sprach er mit dem Betreiberverein des Tierheims Berlin über die Kampagne und ihre Hintergründe. Eva Rönspieß, stellvertretende Vorsitzende des TVB, sieht Kriminelle und Käufer als Schuldige für das Tierleid.

Er könne es sehr gut verstehen, wenn sich jemand ein vierbeiniges Familienmitglied wünsche, sagt Bezirksbürgermeister Grunst. Doch er appelliert an alle tierlieben Lichtenbergerinnen und Lichtenberger: „Holen Sie sich Welpen von seriösen Züchterinnen und Züchtern. Besser wäre es noch, wenn Sie einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben“, so Grunst.

Seit der Corona-Pandemie hat ein Haustierboom eingesetzt. Gerade die Nachfrage nach Welpen können Züchterinnen und Züchter nicht annähernd decken, was den illegalen Handel mit den jungen Hunden massiv befördert. Mit einer landesweiten Plakataktion und Informationsveranstaltungen wollen der TVB und zahlreiche Partner die öffentliche Wahrnehmung für die Problematik des tierquälerischen und betrügerischen Welpenhandels schärfen und die Menschen zu mehr Verantwortung beim Kauf eines Haustiers bewegen.

Tierschutzvereine mit ihren angegliederten Tierheimen sind insofern betroffen, weil viele kranke Welpen letztendlich dort landen. Nicht alle können gerettet werden. Ausführliche Informationen gibt es auf der Internetseite von Tierschutz Berlin.

„Wer einen Welpen von einer nicht sachkundigen Person kauft, macht sich strafbar“

„Wer in Berlin einen Welpen von einer nicht sachkundigen Person kauft, macht sich strafbar“, erklärt Eva Rönspieß, stellvertretende Vorsitzende des TVB. Es sei nicht nur die professionell organisierte Kriminalität, die enormes Tierleid verursache, sondern auch die Käuferinnen und Käufer. „Sie nehmen billigend in Kauf, dass sie halbtote Welpen ins Land holen, weil sie sonst nicht so schnell an ein Tier kommen“, so Rönspieß weiter. Den illegalen Welpenhandel sieht sie als ein gesellschaftliches Problem an.

Mit der bundesweiten Kampagne „Süße Ware, schneller Tod: Welpenhandel stoppen!“ fordern die Tierschützerinnen und -schützer funktionierende Kontrollmechanismen und die konsequente Umsetzung rechtlicher Bestimmungen. Die Kampagne wird von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, die sich auch um die Belange der Tiere kümmert, finanziell gefördert.