Lichtenberg

Erstmalig in Berlin: Howoge kann mit Schulbau starten

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Jan-Henrik Hnida
Die Baugenehmigung für ersten Howoge-Schulbau an der Allee der Kosmonauten in Lichtenberg liegt vor. Dort entstehen zwei weiterführende Schulen. 

Die Baugenehmigung für ersten Howoge-Schulbau an der Allee der Kosmonauten in Lichtenberg liegt vor. Dort entstehen zwei weiterführende Schulen. 

Foto: Howoge

Die Howoge baut zum ersten Mal zwei weiterführende Schulen. Der Bezirk Lichtenberger hat die Baugenehmigung erteilt.

Berlin. Der Bau der ersten beiden Schulen unter Regie der Wohnungsbaugesellschaft Howoge kann beginnen: Der Bezirk Lichtenberg erteilte die Baugenehmigung für eine Integrierte Sekundarschule (ISS) und ein Gymnasium, eine Doppelsporthalle sowie rund 9000 Quadratmeter Sportfreiflächen für mehr als 1500 Schülerinnen und Schüler. Baubeginn soll im August sein.

Zum ersten Mal seit Beginn der Schulbau-Offensive startet die Howoge mit einem Neubau-Projekt. An der Allee der Kosmonauten entsteht gleichzeitig die erste weiterführende Compartmentschule Berlins, so die Howoge. Jedes Compartment funktioniert dabei wie eine kleine Schule innerhalb der Schule und besteht aus verschiedenen Unterrichtsräumen, einem Teambereich sowie einem Forum das individuell und bedarfsorientiert genutzt werden kann.

Bau der Howoge-Schulen in Lichtenberg soll drei Jahre dauern

„Knapp zweieinhalb Jahre nach Abschluss des Realisierungswettbewerbes sind jetzt alle Voraussetzungen für den Baustart im August erfüllt“, sagt Howoge-Geschäftsführer Thomas Felgenhauer. Der Bauantrag für die neuen Schulen sei fristgerecht im Dezember 2020 zur Genehmigung eingereicht worden. Die Grundsteinlegung ist im August geplant.

Der Bau der Schulen an der Allee der Kosmonauten wird rund drei Jahre dauern. Fertig soll der Schulcampus zum Schuljahr 2024/25 sein.

Im fünfgeschossigen Schulgebäude befinden sich Mensen, Bibliotheken, Allzweckräume sowie ein Musikbereich. Herzstück des Campus ist die rund 900 Quadratmeter große Piazza, die sich im Erdgeschoss befindet und von beiden Schulen als Veranstaltungszentrum, Theaterbühne oder Mehrzweckraum genutzt werden soll. Direkt darüber liegt die ebenfalls gemeinsam genutzte Doppelsporthalle mit sechs Hallenteilen.

Schulneubauten der Howoge sollen gegen hohen Bedarf an Schulplätzen helfen

Die Berliner Schulbauoffensive sei eines der wichtigsten Vorhaben des Senats, sagte Sebastian Scheel (Linke), Senator für Stadtentwicklung und Wohnen. Und weiter: „Mit der landeseigenen Gesellschaft Howoge haben wir einen leistungsfähigen Partner an unserer Seite“. Mit den erteilten Baugenehmigungen für weitere zwei Schulen sei man einen wesentlichen Schritt vorangekommen, um den dringenden Bedarf an Schulplätzen zu befriedigen.

Zuletzt hatte die Senatsbildungsverwaltung mitgeteilt, während des Sommers mehr als 200 Schulgebäude in Berlin sanieren zu wollen. 303 Millionen Euro fließen in die Projekte, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte. Ursprünglich war vorgesehen, für die Schulbauoffensive bis 2026 insgesamt 5,5 Milliarden Euro vor allem für Neubau, Erweiterung und Sanierung auszugeben. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass noch mehr Geld nötig ist.