Museum Lichtenberg

Anfassen erlaubt: Dauerausstellung macht Lust auf Geschichte

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Nach umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten öffnet die neue Dauerausstellung „Was? Wer? Wo? Wow!“ im Museum Lichtenberg ihre Türen.

Nach umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten öffnet die neue Dauerausstellung „Was? Wer? Wo? Wow!“ im Museum Lichtenberg ihre Türen.

Foto: Bezirksamt Lichtenberg

Neue Dauerausstellung „Was? Wer? Wo? Wow!“ im Museum Lichtenberg soll Haus für Stadtraum öffnen. Besucher können tasten, riechen und hören.

Nach umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten öffnet die neue Dauerausstellung „Was? Wer? Wo? Wow!“ im Museum Lichtenberg ihre Türen für Besucher. Die komplett modernisierte Ausstellung erzählt, wie Lichtenberg zu dem wurde, was es heute ist und was den Bezirk so besonders macht. Die gesamte Ausstellung wurde im vergangenen Jahr für rund 620.000 Euro umgestaltet.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Themen Arbeiten – Leben – Verändern, zu erleben in vier Ausstellungsräumen: Im Raum WAS werden Ereignisse aus der Geschichte und Gegenwart des Bezirks erzählt. WO präsentiert die Vielfalt der Ortsteile und den Bezirk auf besondere Weise. WER dreht sich um Personen und ist offen für neue Ideen. WOW! zeigt Überraschendes aus Lichtenberg.

Zentrale Inhalte sind die gesellschaftspolitischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts sowie die neuere Zeitgeschichte. Das Besondere ist, dass die Ausstellung alle Sinne bedient. Dort kann man Lichtenbergs Geschichte hören, sehen und riechen. Sogar die Frage, ob Lichtenberg einen eigenen Sound hat, wird beantwortet. Die Besucherinnen und Besucher dürfen ausgestellte Gegenständen berühren, drehen und wenden.

Das Museum wurde von Berlins Staatssekretär für Kultur, Dr. Torsten Wöhlert, und Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) eröffnet.

„Berlin lebt in seinen Kiezen. Wenn man die Geschichte der Stadt erzählen möchte, dann muss man die Geschichte der Bezirke erfahren“, sagt Wöhlert. Genau das passiere im Museum Lichtenberg. Die bezirklichen Museen seien integraler Bestandteil des Berliner Kulturlebens und das unterstütze die Senatsverwaltung für Kultur.

Die Kuratorin der Ausstellung, Julia Novak, verweist auf weitere besondere Erlebnisse bei einem Museumsbesuch: „Dazu gehören die sogenannte Kinderspur, ein wachsender digitaler Wissensspeicher sowie ein inklusiver Pfad, der Teilhabe ermöglichen soll.“ Geruchs- und Hörstationen, Tastobjekte sowie ein Kino laden dazu ein, die Vielfalt Lichtenbergs mit allen Sinnen zu erleben, so Novak. In der Werkstatt werden eigene Erlebnisse reflektiert und somit zu einem Teil der Ausstellung.

Museum Lichtenberg soll Forum für Lichtenberger Themen sein

Architektonisch, gestalterisch und inhaltlich soll die neue Dauerausstellung den Grundstein für eine stärkere Öffnung des Hauses in den Stadtraum Lichtenberg hinein legen. Als Ort für Impulse ist das Museum Lichtenberg nun ein Forum für Themen, die die Menschen im Bezirk und darüber hinaus beschäftigen, so die Pressestelle des Bezirksamts Lichtenberg.

Sonderausstellungen gehören ebenso zum künftigen Museumsangebot wie Vorträge, Stadtrundgänge, Filmvorführungen und Veranstaltungen. Das Museum verfügt zudem über ein umfangreiches Archiv und eine Präsenzbibliothek.

Das Museum im Stadthaus in der Türrschmidtstraße 24, 10317 Lichtenberg, ist für Besucherinnen und Besucher von Dienstag bis Freitag 11 bis 19 Uhr und Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos stehen auf der Internetseite des Museum Lichtenbergs.