Verkehr

Lichtenberger Brücke: Spurrillen und Tempo 30 bleiben

| Lesedauer: 2 Minuten
Jan-Henrik Hnida
Seit sieben Jahren ist auf der Lichtenberger Brücke bei Nässe nur Tempo 30 erlaubt. Eine Senats-Anfrage zeigt – daran ändert sich erstmal nichts.

Seit sieben Jahren ist auf der Lichtenberger Brücke bei Nässe nur Tempo 30 erlaubt. Eine Senats-Anfrage zeigt – daran ändert sich erstmal nichts.

Foto: Jan-Henrik Hnida

Seit sieben Jahren ist auf der Brücke bei Nässe nur Tempo 30 erlaubt. Eine Senats-Anfrage zeigt – daran ändert sich erstmal nichts.

Bei Regen wird auf der Lichtenberger Brücke, die die Frankfurter Allee über die Bahnanlagen am Bahnhof Lichtenberg führt, Tempo 30 angeordnet. Wegen tiefer Spurrillen wurden im Sommer 2014 entsprechende Schilder aufgestellt. Über den Schleichverkehr ärgern sich viele Autofahrer. Ein Ende ist nicht absehbar.

„Bereits mehrere Bürger habe bei mir angefragt, warum diese Schilder immer noch dort stehen. Die Schäden wären doch vermutlich inzwischen repariert worden“, meint der FDP-Abgeordnete Stefan Förster.

Weil der Politiker, der selbst mehrmals im Monat dort lang fährt und sich auch schon über die Schilder gewundert hat, es genau wissen wollte, hat er in Sachen Tempolimit auf der Lichtenberger Brücke nachgefragt. Die Antwort sorgte dann für Verwunderung.

Lichtenberger Brücke hat nicht oberste Priorität bei Instandsetzungen

Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese bestätigt erst einmal, dass die Schilder mit Tempo 30 bei Nässe bereits am 16. Juli 2014 aufgestellt wurden. Weil nach seinen Angaben auf allen sechs Spuren bis zu drei Zentimeter tiefe Spurrillen vorhanden sind. Eine Beseitigung der Schäden und ein Abbau der Schilder ist nach Angaben von Streese jedoch nicht geplant.

„Zum aktuellen Zeitpunkt kann der Instandsetzungsrückstau bei Brückenbauten nur durch gezielte Prioritätensetzung abgearbeitet werden“, so der Verkehrsstaatssekretär in seiner Antwort an den FDP-Politiker.

Förster ist damit nicht einverstanden. „Die Frankfurter Allee als Teil der Bundesstraßen 1 und 5 ist eine der Verkehrsadern Berlins“, meint er. Eine Reparatur der Schäden gehöre ganz vorn auf die Prioritätenliste, von allein verschwinden die Spurrillen auch in zehn Jahren nicht.

„Unter der Brücke in der Skandinavischen Straße wurde einer jener grün angepinselten Radwege angelegt, den dort kein Mensch braucht. Dafür waren aber Planungskapazität und Geld vorhanden“, ärgert sich Stefan Förster.