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Neu: 387 Wohnungen am Rathauspark und Zentrale im Büro-Turm

| Lesedauer: 4 Minuten
Jan-Henrik Hnida
387 Wohnungen: Das Wohn- und Büroquartier Möllendorfstraße 2, Stefan-Heym-Platz 1, Frankfurter Allee 129-137 und Rathausstraße 14-17 ist nach über zwei Jahren Bauzeit nun fertig.

387 Wohnungen: Das Wohn- und Büroquartier Möllendorfstraße 2, Stefan-Heym-Platz 1, Frankfurter Allee 129-137 und Rathausstraße 14-17 ist nach über zwei Jahren Bauzeit nun fertig.

Foto: Howoge

„Quartier am Rathauspark“ von der Howoge ist nun fertig. Wohnungsgesellschaft bezieht Zentrale im neuen Büroturm.

In Lichtenberg sind zwei große, vom Land Berlin geförderte Wohnungsbauprojekte fertiggestellt worden. Einmal 687 Gewobag-Wohnungen im Dolgensee-Center in Friedrichsfelde und 387 Wohnungen im „Quartier am Rathauspark“ von der Howoge. Damit wurden insgesamt rund 1.000 neue, bezahlbare Mietwohnungen gebaut, die auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt für etwas Entlastung sorgen sollen.

Mit der Fertigstellung des 64 Meter hohen Bürohochhauses an der Frankfurter Allee Ecke Möllendorfstraße ist das autofreie „Quartier am Rathauspark“ der Howoge nun komplett. Insgesamt 387 Wohnungen und zahlreiche Büro- und Gewerbeflächen sowie eine Kita sind entstanden. 172 Wohnungen werden als geförderter Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet.

Unübersehbar ist der Büroturm am Stefan-Heym-Platz 1 mit 18 Geschossen, der ein städtebauliches Zeichen am Übergang der Stadtteile Friedrichshain und Lichtenberg setzen soll. Der beliebte Stefan-Heym-Platz mit dem Fischerbrunnen wurde im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens mit mehr als 100 Anwohnern neu geplant, informiert die Pressestelle der Howoge.

„Grund und Boden in Berlin ist knapp und teuer“, sagt Howoge-Geschäftsführer Ulrich Schiller. Quartiere kompakt und in die Höhe zu bauen sei daher nicht nur ein Gewinn für die Nachbarschaft, sondern auch ökologisch notwendig und sinnvoll, um die Flächenversiegelung und den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.

Im Sockel und in den Seitenflügeln des Turms – am Stefan-Heym-Platz 1 – befindet sich als großer Lichtenberger Arbeitgeber nun auch die Unternehmenszentrale der Howoge. Der Bezirk Lichtenberg und die Howoge rücken mit der Eröffnung der Zentrale am Stefan-Heym-Platz noch enger zusammen, meint Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke): „Der architektonisch gelungene Neubau ist nicht nur mit den geschaffenen Wohnungen ein gelungenes Quartier im Herzen Lichtenbergs, er bildet zukünftig ein Eingangstor nach Lichtenberg, gelegen an zwei der wichtigsten Magistralen des Bezirks.“

„Quartier am Rathauspark“ in Lichtenberg entstand in zwei Bauvorhaben

Das „Quartier am Rathauspark“ ist in zwei Bauvorhaben entstanden. 2015 begannen die Bauarbeiten in der Rathausstraße 11-12. Das Projekt wurde im Rahmen des ersten Konzeptverfahrens des damaligen Liegenschaftsfonds Berlin (heute BIM) an die Howoge vergeben. Nach den Plänen von Hemprich Tophof Architekten sind insgesamt 136 Wohnungen entstanden, von denen sich zwölf im Altbau der aufwendig sanierten ehemaligen Polizeiwache befinden. Zum Quartier gehören zudem eine Kita mit 102 Plätzen sowie eine Tiefgarage mit 74 Auto- und 132 Fahrradstellplätzen.

Für das Wohn- und Büroquartier Möllendorfstraße 2, Stefan-Heym-Platz 1, Frankfurter Allee 129-137 und Rathausstraße 14-17 wurde der erste Spatenstich im Februar 2019 gesetzt. Von den 251 Wohnungen vermietet die HOWOGE 126 Einheiten als geförderten Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter. Im Quartier befinden sich insgesamt 15.500 Quadratmeter Büro und Gewerbeflächen, davon werden 1.850 Quadratmeter als Laden- und Gastronomieflächen genutzt.

Im Herbst eröffnen ein Barbershop und ein Laden mit orientalischen Lebensmitteln

Das Gros dieser Flächen liegt im Hochhaus und in den Gebäuden zur Frankfurter Allee sowie zum Stefan-Heym- Platz hin. Hier werden u.a. ein Restaurant mit japanisch-koreanischer Fusionsküche und ein Café mit Teeladen einziehen. Ab Herbst 2021 eröffnen ein Barbershop und ein Geschäft mit orientalischen Lebensmitteln. Entlang der Frankfurter Allee liegt der Schwerpunkt der Erdgeschossflächen auf medizinischen Nutzungen: Eine große Zahnarztpraxis, eine Diabetologie- sowie eine Urologiepraxis und eine Kindertagespflege sind hier verortet. Zwei Tiefgaragen bieten Platz für 145 Auto- sowie Fahrradstellplätze.

Mit seinen verschiedenen Nutzungen schaffe das neue Quartier einen echten Mehrwert für den gesamten Kiez, wie Sebastian Scheel Senator für Stadtentwicklung und Wohnen meint: „Wohnen und arbeiten in einem Quartier, eine Kita, ein nachhaltiges Energiekonzept und die Einbeziehung von Anwohnerinnen und Anwohnern in die Umfeldgestaltung sind die Bausteine dieses gelungenen Projekts.“