Hohenschönhausen

Corona-Impfaktion: 3000 wurden an Pfingsten gepikst

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Jan-Henrik Hnida
Viele Helfer machten am Pfingstwochenende die Impf-Aktion in Hohenschönhausen möglich.

Viele Helfer machten am Pfingstwochenende die Impf-Aktion in Hohenschönhausen möglich.

Foto: Bezirksamt Lichtenberg

Über Pfingsten wurden 3000 Hohenschönhausener gegen Covid-19 geimpft. Forderung nach Schwerpunktimpfungen als Standard.

Über Pfingsten wurden 3000 Hohenschönhausener ohne Termin gegen Covid-19 geimpft. Die Impf-Aktion richtete sich an mehrere tausend Lichtenbergerinnen und Lichtenberger aus ausgewählten Kiezen, in denen die Infektionszahlen besonders hoch sind.

Berechtigt waren nur Personen, die im Ostseeviertel, in Wartenberg Nord und Süd, im Welsekiez und im Mühlengrund in Berlin-Hohenschönhausen wohnen. In diesen Kiezen gebe es eine starke Unterversorgung mit Hausärzten, so die Pressestelle des Bezirksamtes. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden über Aushänge in den Hauseingängen, über die sozialen Medien und über Einrichtungen im Kiez auf das Angebot aufmerksam gemacht.

Die Impfbereitschaft sei sehr groß. „Zukünftig müssen die niedergelassenen Ärzte bei der Impfstoffversorgung viel stärker berücksichtigt werden“, fordert Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke). Die Ärzte könnten mit den Impfungen einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten und bräuchten deshalb dringend mehr Impfstoff. Die Schwerpunktimpfungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Pop-up-Impfzentren sollten ergänzend Bestandteil der Impfstrategie im Land Berlin werden, so Grunst.

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Der Verein für aktive Vielfalt (VaV) führte die Aktion durch mehrere Impfteams durch

Die Impfungen über Pfingsten wurden durch mehrere Impfteams im Verein für aktive Vielfalt (VaV), Ribnitzer Straße 1 b, durchgeführt. Geimpft wurde mit den Impfstoffen der Firma Johnson Johnson sowie Moderna. Für den Impfstoff von Johnson Johnson ist nur eine Impfung notwendig. Bei der Impfung mit Moderna ist eine zweite Dosis sechs Wochen später erforderlich. Sie wird für Erstgeimpfte ebenfalls in den Räumlichkeiten des VaV stattfinden.

Michael Grunst dankte allen freiwilligen Helfenden, den Impfteams der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem DRK, der Polizei Berlin, der Oskar Freiwilligen Agentur Lichtenberg und den Mitarbeitenden des Bezirksamtes für ihren engagierten Einsatz. Der Dank geht auch an den Verein für aktive Vielfalt für die Bereitstellung des Nachbarschaftshauses.