Lichtenberg

Wenn Sonne und Straßenlaternen um die Wette leuchten

Jan-Henrik Hnida
Im Niebelungenkiez gingen die Leuchten am 10.5. schon vor 19 Uhr an - als die Sonne noch schien.

Im Niebelungenkiez gingen die Leuchten am 10.5. schon vor 19 Uhr an - als die Sonne noch schien.

Foto: Jan-Henrik Hnida

Im Nibelungenviertel gingen bei Sonnenlicht am Wochenbeginn die Leuchten an.

Berlin.  Nicht nur die Sonne strahlte am Montag, 10.5., bis in die Abendstunden. Auch die Straßenlaternen leuchteten rund um den Bahnhof Lichtenberg bis zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde – und das vor 19 Uhr. Das mancher Grill im Nibelungenviertel um die Uhrzeit brannte, okay, Aber Laternen bei Sonnenlicht? Die Morgenpost fragte bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) nach.

Eine Einschaltzeit von 19 Uhr sei deutlich früher als die Straßenbeleuchtung derzeit eingeschaltet werde, so die Pressestelle des SenUVK. Bei der Beleuchtung im Umfeld des Bahnhof Lichtenberg müsse eine fehlerhafte Schaltung vorliegen, die die Senatsverwaltung kontrollieren will. Die reguläre Einschaltzeit war beispielsweise am Dienstag, 11.5., um 21.09 Uhr, und am Mittwochmorgen wurde die Beleuchtung um 4.58 Uhr ausgeschaltet. Kleinere Abweichungen könnten sich aufgrund der Wetterlage (bewölkt, klar usw.) ergeben - dabei handele es sich aber nur um einige Minuten.

In Lichtenberg gibt es 13.800 Leuchten, 1.890 davon sind LED-Leuchten. Alle Laternen werden in ganz Berlin auf das gleiche Funksignal angestellt. Die jährliche Brenndauer beträgt 4.200 Stunden. Vor 2002 wurden mit 8.135 Stück die meisten Leuchten im Bezirk errichtet, von 2017 bis heute waren es 2.350.