1. Mai in Lichtenberg

Querdenker-Demo: 60 Anzeigen wegen Corona-Verstößen

| Lesedauer: 2 Minuten
Jan-Henrik Hnida
Demos am 1. Mai in Berlin - Der Tag im Video

Demos am 1. Mai in Berlin - Der Tag im Video

Tausende zogen am 1. Mai durch die Straßen - überwiegend friedlich. Am Abend gerieten Einsatzkräfte und Demonstranten aber aneinander.

Beschreibung anzeigen

Mit 300 Teilnehmern war die Querdenker-Demo am 1. Mai überschaubar. Trotzdem gab es 60 Anzeigen wegen Corona-Verstößen.

Berlin. Wasserwerfer mussten bei der Querdenker-Demo im Nibelungen-Kiez nicht eingesetzt werden. Dennoch hatte die Polizei mit den 300 Teilnehmern einiges zu tun. Wegen Corona-Verstößen gab es 60 Anzeigen auf der Querdenker-Demo, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Samstagabend.

Unter dem Motto „Nein zum Kapital - Widerstand global – Freie Linke gegen Corona-Willkür“ versammelten sich nach und nach die Teilnehmer gegen 12 Uhr am Rathaus in Lichtenberg. Der Wagen der „Freedom-Parade“ heizte den Corona-Skeptikern immer wieder ein. Die Polizei hatte den Bereich rund um die Kundgebung teilweise abgesperrt. Auf der anderen Seite vom Rathaus fanden sich bis mittags zirka 350 Menschen zur Gegendemo zusammen. „Corona-Leugner*innen raus aus dem Kiez“ stand auf einem großen Transparent.

Von Beginn bis Ende der Querdenker-Demo halten sich viele der Querdenker nicht an die Hygieneschutzverordnungen. Ohne Maske wurden Männer und Frauen immer wieder von mehreren Beamten aus der Menge gezogen. Gegen 13.45 Uhr sprach eine Polizeisprecherin von einer „aufgeheizten“ und „emotionalen“ Situation zwischen den beiden Demo-Lagern.

Von 14 bis 17.30 Uhr marschierten die Corona-Skeptiker durch den Bezirk und hielten mehrere Male für Kundgebungen an. Unterwegs standen immer wieder kleine Gruppen linker Demonstranten, die „Haut ab“ rufen oder Transparente aus den Fenstern hielten. Doch insgesamt blieb die Lage friedlich. Laut Innensenator Geisel sei die Querdenker-Demo nicht „aus dem Ruder gelaufen“.

Mehr zum 1. Mai in Berlin: