Kriminalität

Feuer an Jobcenter in Lichtenberg: Staatsschutz ermittelt

In Berlin-Lichtenberg ist am Eingang der Agentur für Arbeit ein Feuer gelegt worden. Ein Bekennerschreiben wurde veröffentlicht.

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag den Eingangsbereich des Jobcenters in der Gotlindestraße in Lichtenberg in Brand gesetzt.

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag den Eingangsbereich des Jobcenters in der Gotlindestraße in Lichtenberg in Brand gesetzt.

Foto: Thomas Peise

An einem Eingang der Agentur für Arbeit in Lichtenberg ist am Silvestermorgen ein Feuer gelegt worden. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Demnach wurde neben die Tür der Spruch „Happy New Fea...“ geschmiert.

Laut Feuerwehrsprecher brannte es kurz nach Mitternacht an einem Nebeneingang am hinteren Teil des Gebäudes in der Gotlindestraße. Polizeieinsatzkräfte wurden dorthin alarmiert, nachdem ein Zeuge zunächst einen lauten Knall und anschließend eine ausgelöste Alarmanlage an dem Gebäude wahrgenommen hatte. Die Einsatzkräfte stellten eine in Brand gesetzte Zugangstür sowie Farbschmierereien an der Außenfassade fest. Die Flammen griffen auch auf die an der Eingangstür liegende Hausfassade über.

Etwa 20 Brandbekämpfer waren eine Stunde mit den Löscharbeiten beschäftigt. Verletzt wurde niemand. Laut Polizei wurden die Tür, das Glasdach und umliegende Elektrokabel durch die Flammen beschädigt.

Feuer an Jobcenter: Bekennerschreiben veröffentlicht

Am Silvestertag erschien auf der Internetplattform "Indymedia" ein Bekennerschreiben, wie jetzt Martin Dams von der Beliner Polizei bestätigte. Eine anonyme Gruppe reklamierte am Donnerstagnachmittag die Tat für sich. In dem kurzen Text heißt es, sie habe „dem Jobcenter Lichtenberg vier Autoreifen vor die Tür“ gelegt. Sie verstehe die Brandstiftung als Protest gegen die "staatlichen Allmachtsansprüche" während der Pandemie - "Kein 'stay at home', kein 87 % Kurzarbeitergeld".