Corona-Regeln

Besucher sitzen dicht an dicht in Flugshow im Tierpark

Im Freien müssen im Tierpark keine Masken getragen werden. Nun soll überprüft werden, warum Abstandsregeln nicht eingehalten wurden.

Dicht an dicht und ohne Maske verfolgen die Besucher am Donnerstag die Flugshow im Tierpark

Dicht an dicht und ohne Maske verfolgen die Besucher am Donnerstag die Flugshow im Tierpark

Foto: privat

Berlin. Am vergangenen Donnerstag war ein Leser der Berliner Morgenpost zu Besuch im Tierpark. Dort werden in einem Amphitheater regelmäßig Flugshows gezeigt. Die Pfleger präsentieren mit verschiedenen Greifvögeln Kunststücke und Dressuren, manche Tiere sitzen auch einfach auf dem Arm der Pfleger und werden vorgestellt. Was den Leser überraschte, teilte er noch am selben Abend in einer E-Mail der Morgenpost mit: „Angesichts der steigenden Infektionszahlen saßen die Zuschauer dicht gedrängt und ohne Maske.“ Das sei einfach skandalös. Zum Beweis hatte er ein Foto mitgeschickt.

Besucher werden auf die Beschilderung hingewiesen

Der Tierpark hält entgegen, sich an die Vorschriften zu halten. „Die Gäste des Tierpark verteilen sich auf den 160 Hektar Parkfläche in der Regel sehr gut, auf die geltenden Maßnahmen weisen wir allerorts hin und haben zusätzlich Personal abgestellt, dass die Regeln täglich während der gesamten Öffnungszeiten auf ihren Rundgängen kontrolliert“, erklärt Tierpark-Sprecherin Katharina Sperling auf Anfrage der Morgenpost. Auch in der Flugshow würden die Besucher sowohl auf die Beschilderungen sowie mit einer Durchsage kurz vor Start der Show

um die Einhaltung der Regeln gebeten. Eine Mundschutzpflicht gelte in sämtlichen Häuser, nicht jedoch in der weitläufigen Parkanlage. „Wir bemühen uns sehr, in diesen schwierigen Zeiten für die Gäste einen schönen und sichereren Tierpark-Besuch – wenn auch mit Einschränkungen – zu ermöglichen“, so die Sprecherin. Die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liege allen am Herzen. „Daher werden wir noch einmal intern auf den Grund gehen, weshalb die geltenden Abstandsregeln in der vorliegenden Momentaufnahme nicht eingehalten wurden“, verspricht Katharina Sperling.