Solarenergie

Hohenschönhausener beziehen Öko-Strom vom Dach

Über 1 000 Wohnungen profitieren von neuen Solaranlagen. Aufgerüstet werden 23 Häuser in der Wohnanlage Mühlengrund.

Auf 23 Häusern der Wohnanlage Mühlengrund werden Solaranlagen angebracht.

Auf 23 Häusern der Wohnanlage Mühlengrund werden Solaranlagen angebracht.

Foto: Mathias Völzke

Berlin. In Hohenschönhausen beziehen Mieter aus über 1 100 Wohnungen bald Öko-Strom vom eigenen Dach. Auf insgesamt 23 Sechsgeschossern der Wohnanlage Mühlengrund entstehen Solaranlagen. Die Häuser stehen unweit des S-Bahnhofs Hohenschönhausen zwischen Falkenberger Chaussee, Rüdickenstraße und Am Breiten Luch. Hintergrund ist eine Kooperation zwischen der Wohnungsgenossenschaft „Neues Berlin“ und den Berliner Stadtwerken. Mittels der Solaranlagen sollen rund 420 000 Kilowattstunden Strom produziert und etwa 235 Tonnen CO2 eingespart werden.

Ein ähnliches Projekt haben „Neues Berlin“ und die Berliner Stadtwerke bereits 2019 umgesetzt. Ebenfalls in Hohenschönhausen, in der Wohnanlage Malchower Aue, beziehen seitdem 640 Haushalte Öko-Strom aus Solaranlage vom eigenen Dach. Ferner wurde eine bereits existierende Solaranlage auf dem Gebäude der Wohnungsbaugenossenschaft zur Mieterstromanlage umgerüstet.

„Wir freuen uns sehr, dass ‘Neues Berlin’ damit schon das dritte und dabei auch für Berliner Verhältnisse recht große Vorhaben mit uns gestartet hat“, so die Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke Kerstin Busch in einer Pressemitteilung. „Wenngleich wir Nachbesserungsbedarf im aktuellen EEG-Entwurf einfordern – etwa bei der Ausschreibungspflicht oder bei der Mieterstromlieferung an benachbarte Gebäude – sehen wir, dass Mieterstrom aktuell unter bestimmten Bedingungen und in enger Kommunikation mit den Bewohnern sowie der Genossenschaft auch unter schwierigen Bedingungen noch gelingen kann.“