Hohenschönhausen

Siegerentwurf für neue ISS steht fest

In Neu-Hohenschönhausen wird eine neue Schule für 725 Schüler gebaut. Ab 2025 soll hier in verschiedenen „Compartments“ gelernt werden.

In der Straße Am breiten Luch entsteht bis 2025 eine neue ISS.

In der Straße Am breiten Luch entsteht bis 2025 eine neue ISS.

Foto: RENNER Architekten_KHR Architecture

Berlin. Am breiten Luch in Neu-Hohenschönhausen können die Bauarbeiten nun bald beginnen: Der Schulbauwettbewerb für die zwischen Falkenberger Chaussee und Wartenberger Straße entstehende Integrierte Sekundarschule (ISS) ist abgeschlossen. Gewonnen hat der Entwurf der Berliner „Renner Architekten“ in Kooperation mit „KHR Architecture“ aus Kopenhagen.

Viel Glas und Holz werden demnach in der neuen Schule verarbeitet, in der einmal 725 Schüler lernen sollen. Ungewöhnlich ist die Aufteilung der Gebäudebereiche: Die Sporthalle wird auf zwei Ebenen im Obergeschoss gebaut. Darunter befinden sich dann der Mehrzweckraum, die Mensa, die Fachräume Musik, Kunst, Wirtschaft, Arbeit, Technik und die Bibliothek sowie ein Inklusionsbereich.

Insgesamt gibt es in der ISS acht „Compartments“, die um einen Innenhof an der Straße Am breiten Luch angeordnet sind. Gemäß dem Raumprogramm des Landes Berlin werden in Schulen künftig keine Klassenräume, sondern „Compartments“ eingerichtet, denen die Schüler zugeordnet werden. Darin gibt es dann eine Art Forum, einen Stammgruppenraum und kleinere Begegnungsräume.

Sporthalle dient als Lärmschutz

An dem Entwurf von „Renner Architekten“ hat die Jury vor allem die Sporthalle überzeugt. Da das Gelände mit 9850 Quadratmeter ziemlich klein ist und die umliegenden Straßen zudem für Lärmbelästigung sorgen, musste die Fläche optimal genutzt werden. „Der Siegerentwurf ordnet dieses komplizierte Grundstück mit einer klugen städtebaulichen Konfiguration neu und schafft so einen echten Mehrwert für die knappen Schulfreiflächen sowie die Innenräume“, sagt Jens Wadle, Bereichsleiter Schulbau und Prokurist der HOWOGE, die die Schule realisiert.

Die Sporthalle soll als Lärmschutz für die dahinter liegenden Räume dienen. Den zweiten Platz belegte übrigens der Entwurf der Berliner „Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH“. Nur knapp zwei Kilometer entfernt wird eine weitere ISS im Compartment-Stil nach ihrem Entwurf gebaut.

Schulstadtrat Martin Schaefer zeigt sich von dem Entwurf begeistert. „Die neue Schule Am breiten Luch wird viel mehr als nur ein Gebäude“, so der CDU-Politiker. „Es ist ein Lebensraum, der neugierig macht, Räume zu entdecken und Schule als vordefinierten Raum zu verlassen. Für Lichtenberg ein großer Gewinn.“ Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) äußerte sich ebenfalls in einer Pressemitteilung zu Wort. „Mit der Howoge haben wir für den Schulbau einen starken Partner gewinnen können“, sagt sie. „Die Berliner Schulbauoffensive gewinnt auch dadurch gehörig an Tempo.“

Nach Abschluss des Wettbewerbs wird nun ein Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträgern durchgeführt. In Betrieb gehen soll die neue Schule voraussichtlich dann im Schuljahr 2025/2026.