Tierpark Berlin

Die Kleinen Pandas haben Nachwuchs bekommen

Flauschalarm im Tierpark Berlin. Die seltenen Kleinen Pandas haben ein Junges bekommen. Ab September können es auch die Besucher sehen.

Super süß und sehr selten: Das Junge der Kleinen Pandas im Tierpark Berlin.

Super süß und sehr selten: Das Junge der Kleinen Pandas im Tierpark Berlin.

Foto: © 2020 Tierpark Berlin

Berlin. Kein Vergleich zum Rummel um die Panda-Babys Pit und Paule aus dem Zoo: Im Tierpark Berlin ist ganz still und leise erstmals nach neun Jahren wieder Nachwuchs bei den seltenen Kleinen Pandas zur Welt gekommen. Mit verschlafenen Knopfaugen schaut sich ein rot-brauner Fellknäul vorsichtig um, gähnt kurz und rollt sich wieder zusammen.

Panda-Baby ist so groß wie ein Meerschweinchen

Der Nachwuchs ist das zehnte Panda-Jungtier, das im Tierpark Berlin aufwächst. Es ist mittlerweile etwa so groß, wie ein Meerschweinchen. Dabei bringen Kleine Pandas anfangs nur etwa 100 g auf die Waage, sind blind und hilflos. Sie öffnen mit etwa fünf Wochen erstmals die Augen.

Ausgewachsene Kleine Pandas erreichen von der Nase bis zur Schwanzspitze eine Länge von ca. 100 cm, mit einem Gewicht von 4 bis 6 kg. Die ersten drei Monate ihres Lebens verbringen Kleine Pandas in der Wurfhöhle. Voraussichtlich ab September wird der seltene Nachwuchs erste Ausflüge auf die Außenanlage unternehmen und dann auch für die Tierpark-Besucher zu sehen sein.

Kleine Pandas noch nicht lange im Berliner Tierpark

Am 6. Juni 2020 entdeckten die Tierpfleger erstmals, dass Panda-Weibchen Shine (6) nach einer Tragzeit von rund 130 Tagen Nachwuchs in ihrer Höhle zur Welt gebracht hatte. Dabei sind Shine und ihr Partner Joel (5) noch nicht lange in Berlin. Erst im Februar kamen die beiden aus einem Wildpark im indischen Himalya-Gebiet an die Spree.

Umso wertvoller ist der nun geborene Nachwuchs für die Erhaltung der gesamten Art. „Joel und Shine kamen im Rahmen eines weltweiten Erhaltungszuchtprogramms (GSMP) für Kleine Pandas zu uns und brachten damit 'frische Gene' dieser seltenen Tiere nach Europa“, erklärt Tierarzt und Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

„Es freut mich, dass sich die beiden so gut eingelebt haben und wir mit dem putzigen Nachwuchs nun noch mehr Menschen für den Schutz dieser stark gefährdeten Tierart sensibilisieren können.“ Die größte Bedrohung für den Kleinen Panda stellt die anhaltende Lebensraumzerstörung im Himalaya-Gebirge dar.

Kleine Pandas sind nicht die Geschwister vom Großen Panda

Sie tragen den Namen „Panda“, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht viel mit den berühmten Großen Pandas gemein haben. Dennoch stehen sie in Sachen Schönheit ihren schwarz-weißen Namensvettern in nichts nach. Schließlich beschrieb der Entdecker den Kleinen Panda sogar als „das schönste Säugetier der Erde“.

Kleine Pandas sind nicht direkt mit den berühmten Großen Pandas verwandt. Sie gehören einer eigenen Familie, den „Katzenbären“, an. Dennoch teilen sie viele Eigenschaften mit ihren Namensvettern. So ernähren sie sich ebenfalls hauptsächlich von Bambus. Auch haben sie – wie Große Pandas – einen verlängerten Handgelenkknochen, den sie wie einen Daumen zum Festhalten von Bambusstangen nutzen.