Baumaßnahmen

Umbau im Rathauspark Lichtenberg geht voran

Ende 2020 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. Realisiert werden neue Spielflächen und barrierefreie Wege.

Im Rathauspark Lichtenberg wird noch bis Ende 2020 gebaut.

Im Rathauspark Lichtenberg wird noch bis Ende 2020 gebaut.

Foto: Julia Hubernagel

Berlin. Im Rathauspark Lichtenberg wird weiter gebaut. Bis Ende 2020 soll der 1,8 Hektar große Park an der Möllendorffstraße umgestaltet sein. Dieses Ziel wolle man einhalten, sagt Umweltstadtrat Martin Schaefer (CDU), trotz Corona-Krise: „Es kam aber auch schon zu krankheitsbedingten Ausfällen – und vielleicht kommt es auch in Zukunft dazu.“ Bereits im Herbst letzten Jahres wurden erste Arbeiten durchgeführt.

Hauptgrund für die Umgestaltung sind benötigte Spielflächen. In den letzten Jahren hat Lichtenberg einen Zuzug von Familien erlebt. Gleich nebenan hat etwa das kommunale Wohnungsunternehmen HOWOGE im vergangenen Sommer ein Wohnbauprojekt mit 136 Wohnungen und einer Kita fertiggestellt. Gegenüber dem bereits vorhandenen Spielplatz im Park entsteht nun eine 230 Quadratmeter große Wiese mit einer Spiel- und Bewegungslandschaft für Sechs- bis Zwölfjährige mit Spiel- und Klettergeräten. Für Jugendliche ist ein eigener Bereich mit Hängematten vorgesehen. Bäume sollen nur in Ausnahmefällen gefällt und mit Ersatzpflanzungen ausgeglichen werden.

Größere Bedeutung für die „Blutmauer“

Ebenfalls Anlass zur Sanierung gab das nicht barrierefreie Wegesystem. Einige Wege fallen zugunsten der Grünflächen weg, dafür wird der von Ost nach West verlaufende Hauptweg asphaltiert und mit Straßenlaternen ausgestattet. Neue Sitzgelegenheiten sollen künftig zum Verweilen einladen. Loungemöbel und Picknick-Sitzgruppen kommen zu bereits bestehenden Sitzbänken hinzu und sollen den Park für Familien oder Menschen mit Einschränkungen attraktiver machen.

Im Park sind an manchen Stellen kleine Kunstwerke zu finden. Die „Blutmauer“ genannte Gedenkstätte erinnert an die an dieser Stelle nach den Märzkämpfen 1919 ermordeten Menschen. Mit einer Platzaufweitung und rahmenden Solitärsträuchern soll die Bedeutung der Gedenkstätte betont werden.

An der Gestaltung des neuen Rathausparks haben auch die Bewohner des Viertels mitgewirkt. Kinder und Jugendliche aus benachbarten Schulen und Kitas hatten 2018 in Workshops die Gestaltung erarbeitet. Insgesamt kosten die Umbaumaßnahmen 999 000 Euro, davon entstammen 864 000 Euro dem Programm Stadtumbau Ost, für den Rest kommt die HOWOGE auf.