Freizeit

Lichtenberg macht die Welle: Surfer-Halle wird eröffnet

Die höchste Indoor-Welle weltweit verspricht die neue Halle für Wellenreiter in Lichtenberg. Sie eröffnet an diesem Freitag.

Surfen mitten in Berlin: Möglich macht es das "Wellenwerk" in Lichtenberg

Surfen mitten in Berlin: Möglich macht es das "Wellenwerk" in Lichtenberg

Foto: Wellenwerk

Berlin. Strandbars gibt es in Berlin viele, wenn auch das Meer fehlt. Aber nun türmt sich zumindest eine Welle nahe dem Stadtzentrum auf. Zur Freude von Surfern eröffnet die erste Halle zum Indoor-Wellenreiten an diesem Freitag in Lichtenberg. Die künstlich erzeugte Welle ist nach Angaben der Betreiber 1,60 Meter hoch. Damit sei sie die höchste Indoor-Welle weltweit, sagte Julius Niehus, einer der Betreiber, am Mittwoch bei der Vorstellung des Konzepts.

Das "Wellenwerk" befindet sich in einer alten Industriehalle auf dem früheren Gelände der Wasserbetriebe an der Landsberger Allee. Die sogenannte stehende Welle wird in einem etwa 10 mal 18 Meter großen Wasserbecken durch zehn elektrisch betriebene Pumpen erzeugt. Wasser aus einem zweiten Becken schießt aus Öffnungen auf eine Art Unterwasserrampe, staut sich in dem Surfbecken auf und bildet die große Welle. Sie befindet sich in dem Becken immer an der gleichen Stelle, vergleichbar mit einer Stromschnelle in einem Fluss.

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Surfhalle in Lichtenberg: Eine Stunde kostet 40 Euro

Weil sich die Geschwindigkeit des Wassers und die Höhe der Welle einstellen lassen, soll die Anlage für Anfänger und Könner gleichermaßen geeignet sein. Angeboten werden auch Übungsstunden mit einer Haltestange. Eine Stunde Wellenreiten in der Gruppe kostet pro Person rund 40 Euro.

Die Betreiber betonten, dass ihre großen Pumpen mit 100 Prozent Ökostrom betrieben würden. Wasser und Räume sollen über die Abwärme der Pumpen geheizt werden. Das Wellenwerk wurde von mehreren jungen Hobbysurfern gegründet. In dem Gebäude sollen im kommenden Jahr auch ein Restaurant, ein Surfshop und ein Biergarten eröffnen. Ähnliche Anlagen anderer Betreiber wurden in den vergangenen Jahren in München und nahe Köln gebaut.