Weihnachtszauber

So schön wird der Tierpark bald leuchten

Vom 21. November bis zum 5. Januar erhellen rund 30 Lichtinstallationen in den Abendstunden das dunkle Gelände.

Der Tierpark wird zu Weihnachten bunt beleuchtet.

Der Tierpark wird zu Weihnachten bunt beleuchtet.

Foto: Foto: Tierpark Berlin

Berlin.  Tierpark-Direktor Andreas Knieriem will auch im Winter Besucher auf die große Anlage in Lichtenberg locken. Deshalb plant er gemeinsam mit der Deutschen Entertainment AG (Deag) die Veranstaltung „Weihnachten im Tierpark“. Vom 21. November bis zum 5. Januar erhellen rund 30 Lichtinstallationen in den Abendstunden das dunkle Gelände.

Sie heißen etwa „Strahlentunnel“, „Zauberwald“, „Tanz der Sterne“ und „Feuergarten“. Besucher können sich auf einem zwei Kilometer langen Rundweg diese leuchtenden Objekte ansehen. Vor dem Schloss Friedrichsfelde wird eine 320 Quadratmeter große Eisbahn angelegt. Schlittschuhe können mitgebracht oder ausgeliehen werden. An mehreren Ständen werden Essen und Getränke angeboten. Verkaufsstände wie auf den Weihnachtsmärkten soll es nicht geben. „Weihnachten im Tierpark“ öffnet täglich von 17 bis 22.30 Uhr. Die Tagesbesucher haben das Gelände dann bereits verlassen.

Im Tierpark rechnet man mit mehr als 100.000 Besuchern

Eine solche Veranstaltung habe es im Park noch nicht gegeben, sagte Tierpark-Chef Knieriem am Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts. „Es ist ein Stück weit ein Versuchsballon, aber wir glauben, dass dieser Ballon schon so professionell ausgearbeitet ist, dass er in jedem Fall in die Luft steigen wird.“ Man rechne mit mehr als 100.000 Besuchern, sagte Deag-Vorstand Christian Diekmann. Es sei ein Angebot, dass sich besonders an die Bewohner im Ostteil der Stadt richtet.

Sein Unternehmen veranstaltet ein vergleichbares Event, den „Christmas Garden“ im Botanischen Garten in Dahlem. „Das Wohl der Tiere ist oberstes Gebot“, so Andreas Knieriem. Das Areal für die Weihnachts-Veranstaltung sei sorgfältig ausgewählt worden, so dass nur wenige Arten betroffen sind. Etwa die Hirsche, die sich voraussichtlich jedoch abends in den Stallungen aufhalten werden. Es könne passieren, dass die Besucher auf ihrem Rundweg Füchsen begegnen. „Wir haben sehr viele hier.“

Große Menschenmengen wollen die Veranstalter vermeiden

Man wolle den Denkmalschutz respektieren und „darauf achten, dass alles in Ordnung bleibt, dass keine Schäden entstehen, betonte Deag-Chef Diekmann. „Das Gelände ist supersensibel.“ Dies sei wichtig, „denn wir treten hier an, um etwas langfristig zu etablieren.“ Große Menschenmengen wollen die Veranstalter vermeiden. „Es kann passieren, dass wir deshalb am Wochenende die Eingänge für eine halbe Stunde schließen“, sagte Christian Diekmann.

Eintrittskarten werden für sogenannte Time-Slots verkauft und ermöglichen nur in dieser Zeit den Zugang zum Tierpark. Wer etwa ein Ticket für einen bestimmten Tag zwischen 17 bis 18 Uhr kauft, wird nur in dieser einen Stunde eingelassen. Er kann aber bis 22.30 Uhr auf der Veranstaltung bleiben. Von Montag bis Donnerstag zahlen Erwachsene 15 Euro und Kinder von sechs bis 14 Jahren 12,50 Euro. Von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen sind es 17 Euro und 14,50 Euro. Familien bekommen Ermäßigung. Ein Erwachsener mit vier Kindern oder zwei Erwachsene mit drei Kindern zahlen 42 Euro in der Woche und 48 Euro am Wochenende. Tierpark-Jahreskarten gelten nicht.

Besucher sollen die Ruhe und Beschaulichkeit im Tierpark genießen

Der Sounddesigner Burkhard Fincke habe bei der Auswahl der Musik geholfen, sagte Christian Diekmann. Sie soll jedoch nur leise erklingen. Auch der Tierpark-Chef setzt darauf, dass die Besucher die Ruhe und Beschaulichkeit an den Abenden im Tierpark genießen, fern der vorweihnachtlichen Hektik in der Berliner Innenstadt. „Ein wohliges Gefühl“ solle sich verbreiten, sagte Andreas Knieriem am Donnerstag.

Geschlossen bleibt das Gelände am 25./26.November sowie am 2.,3., 24. und 31. Dezember .Der Tierpark sei ein riesiges Gelände, sagte Knieriem. Er bestehe zwölf Monate im Jahr, habe aber nicht zwölf Monate lang die gleichen Besuchermengen. „Im November, Dezember, Januar und Februar sind wir häufig alleine“, so Knieriem. „Wir haben uns immer gefragt, wie wir es erreichen können, dass auch im Winter Menschen zu uns kommen.“