Umwelt

Gesundheitsgefahr: Fische aus Rummelsburger See nicht essen

Der See ist mit Schadstoffen belastet. In fettreichen Fischen könnten sich gesundheitsschädigende Substanzen anreichern.

Blick über den Rummelsburger See auf Wohnhäuser in der Rummelsburger Bucht.

Blick über den Rummelsburger See auf Wohnhäuser in der Rummelsburger Bucht.

Foto: dpa

Berlin. Aufenthalt unbedenklich, aber Vorsicht beim Angeln: Fische aus dem Rummelsburger See sollten einer neuen Untersuchung zufolge besser nicht gegessen werden. Insbesondere vom täglichen Verzehr werde abgeraten, teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Montag mit. Vor allem in fettreichen Fischen wie Aalen könnten sich gesundheitsschädigende Substanzen anreichern. Wegen der früheren industriellen Nutzung ist der Seegrund den Angaben zufolge mit Schadstoffen wie Schwermetallen belastet.

An dem See zu wohnen und sich dort aufzuhalten ist laut der Untersuchung im Auftrag der Umweltverwaltung unbedenklich - ebenso wie Freizeitaktivitäten wie Segeln. In das Wasser zu fallen, geringe Mengen davon zu verschlucken und Hautkontakt mit dem Wasser seien ebenso unkritisch, hieß es. Generell herrscht dort wegen des Schiffsverkehrs Badeverbot. "Die Geruchsbelästigung, die zeitweise von dem See ausgeht, wird nicht als gesundheitsschädigend im Sinne einer toxischen Wirkung eingeschätzt."

Die Analyse basiert auf Daten zur Belastung der Sedimente und Modellrechnungen. Damit habe man nun "fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse", nachdem es zuvor viele Vermutungen gegeben habe, hieß es in der Mitteilung.