Tierpark

Auf dem Sprung! Hertha hat Spaß mit neuer Scholle

Zuerst war die kleine Eisbärin wegen der metergroßen Scholle etwas verunsichert. Doch Mutter Tonja nahm ihr die Angst.

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Berlin. Na, was ist denn das? Als Hertha am Dienstagvormittag aus der Wurfhöhle kam, war etwas anders im Außengehege. Im Wasser schwamm eine weiße Scholle. Das verunsicherte die fünf Monate alte Eisbärin - abrupt blieb sie im Gehege stehen und beobachtete die metergroße Scholle auf dem Wasser.

Mutter Tonja war etwas mutiger. Sie hat aber auch einen Vorteil, denn sie kennt die Scholle schon aus den vergangenen Jahren. Schnurstracks kletterte Tonja den Felsen hinunter und ließ sich ins Wasser gleiten. Dann ging es Richtung Scholle. Hertha schaute lieber erst noch vom Ufer zu, wie die Mutter die Scholle von allen Ecke inspizierte.

Als Tonja immer intensiver mit der Scholle spielte, lief Hertha unruhig am Ufer herum. Die Neugier war dann doch größer.

Die kleine Eisbärin sprang ins Wasser und schwamm zu Tonja und der Scholle. Und der Spaß war garantiert!

Osterüberraschung für Eisbärin Hertha

Weiterer Nachwuchs im Tierpark: Baumstachler-Jungtier geboren

Im Tierpark können die Besucher nicht nur Eisbärin Hertha beim Spielen zuschauen, sondern auch seit Ostermontag dem Baumstachler-Nachwuchs. Das Junge erkundete bereits nach zwei Tagen selbstständig das neue Zuhause. Es liegt aber auch in der Natur der Baumstachler, dass sie nach der Geburt schon sehr weit entwickelt sind.

Das Jungtier ist der dritte Nachwuchs von Baumstachler Oskar (7) und Anni (4). Ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, kann erst in ein bis zwei Wochen zweifelsfrei festgestellt werden.

30.000 Stacheln hat ein Baumstachler

Baumstachler haben rund 30.000 Stacheln, die an den Enden mit Widerhaken besetzt sind. Diese schützen sie im natürlichen Lebensraum in Kanada, den USA und Nordmexiko vor Fressfeinden. Geboren werden Baumstachler-Jungtiere aber zunächst mit kuschelig-weichem Fell. Aber eine Stunde nach der Geburt verhärten sich die ersten Stacheln.

„Einen Großteil des Tages verbringen Baumstachler – auch Urson genannt – schlafend in Bäumen oder in einer Höhle“, erklärt Kurator und stellvertretender Zoologischer Leiter Dr. Florian Sicks. „Dies kann man auch bei uns im Tierpark gut beobachten, wenn die zwei bis drei stacheligen „Kugeln“ auf dem höchsten Ast ihrer Anlage friedlich schlummern.“