Tierpark

Sonnabend stellt sich die kleine Eisbärin den Berlinern vor

Wurfhöhle und Vorhang auf für den großen Auftritt der kleinen Eisbärin im Tierpark: Am Sonnabend können die Berliner sie endlich sehen.

Berlin.  Es ist soweit: Am Sonnabend, 16. März, darf die kleine noch namenlose Eisbärin ihren ersten öffentlichen Auftritt im Berliner Tierpark bestreiten. Dann wird der Schieber der Wurfhöhle zur Außenanlage der Eisbären geöffnet, und das dreieinhalbmonatige Bärchen kann zum ersten Mal Berliner Frühlingsluft schnuppern. Pressevertreter bekommen das Fellknäuel sogar schon einen Tag früher zur Gesicht – bei der ersten Bärchen-Pressekonferenz am Freitagvormittag.

Am Dienstagvormittag wurde die kleine Eisbärendame erst noch zum zweiten Mal geimpft, um sie fit für den Ausflug zu machen.

Laut Eisbären-Kurator Florian Sicks steckt die kleine Eisbärin bereits voller Energie. „Sie ist nicht zimperlich, Sie startet Scheinangriffe auf ihre Mutter und beißt sie immer wieder neckisch ins Fell“, weiß Sicks zu berichten.

Bei der zweiten Tierarzt-Untersuchung verweigerte sich die Eisbärin sogar der üblichen Vermessung. „Wir haben es zunächst versucht, aber die Kleine war so wehrhaft, dass wir weder Gewicht noch Größe ermitteln können“, erklärte Tierarzt Günter Strauss. Eisbären gelten als die größten Landraubtiere der Erde, eine ausgewachsene Eisbärin kann ein Gewicht von bis zu 450 kg erreichen.

Eisbärin tanzt Mutter Tonja auf der Nase herum

Das am 1. Dezember geborene Jungtier werde langsam frech, sagte Tierpark-Direktor Andreas Knieriem. Es tanze seiner Mutter regelrecht auf der Nase herum. Das sei aber eine ganz normale Entwicklung. Eisbärin Tonja bleibe stets gelassen und schiebe ihren Nachwuchs höchstens sachte mit ihrer großen Bärentatze beiseite. „Sie ist einfach eine richtig gute Bären-Mama“, ergänzte Knieriem.

Die neunjährige Tonja hat bereits zwei Würfe verloren. Noch immer ist nicht sicher, ob das Jungtier dieses Mal überlebt. Auch in freier Natur stirbt rund die Hälfte des Eisbären-Nachwuchses in den ersten Lebenswochen.

Die Jungen kommen sehr unreif und nur so groß wie Meerschweinchen zur Welt. Ein Name für das Eisbär-Mädchen steht noch nicht fest. Im Moment laufe die Auswahl unter Sponsoren, sagte eine Sprecherin. Gemeinsam mit dem Sponsor werde dann über das Verfahren der Namenssuche entschieden.