Bauen

Präsentation der Pläne für die Dolgenseepromenade

Bei einer Info-Veranstaltung konnten Anwohner Vorschläge und Anregungen für ihre neue Fußgängerzone abgeben.

Noch steht der Kugelbrunnen im Dolgenseekiez am alten Platz. Er wird bei der Neugestaltung ins Zentrum der Fußgängerzone ziehen. 

Noch steht der Kugelbrunnen im Dolgenseekiez am alten Platz. Er wird bei der Neugestaltung ins Zentrum der Fußgängerzone ziehen. 

Foto: Rita Schulze

Friedrichsfelde. Auf großes Interesse der Anwohner stieß die Info-Veranstaltung zur Neugestaltung der Dolgenseepromenade Ende vergangener Woche in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule. Der für Grünflächen zuständige Stadtrat Wilfried Nünthel (CDU) musste noch ein paar Stühle in die Aula holen, damit jeder einen Platz fand. Momentan handelt es sich bei der Fußgängerzone zwischen Schmetterlingsgrundschule, Kniese-Schule, dem Neubau des Jugendclubs "Betonoase" und dem gerade entstehenden neuen Dolgensee-Center um eine stark versiegelte, wenig einladende Fläche.

Der Plan der Landschaftsarchitekten Simons & Hinze sieht viel Grün, einen Trimm-Dich-Parcours und Spielplätze für verschiedene Altersgruppen vor. Eine "grüne Fuge zwischen der Bebauung" nannte es Thorsten Hinze bei der Präsentation. Denn gerade Rasen und Bäume sind wichtig in diesem stark nachverdichteten Wohngebiet in Friedrichsfelde.

Kugelbrunnen rückt ins Zentrum

Doch bis jetzt sei noch nichts festgelegt, sagte Nünthel - bis auf den Kugelbrunnen, der auf eine Piazza im Zentrum der Promenade umgesetzt wird. Auch die Bronzeplastik "Junges Paar" soll wieder aufgestellt werden. Wo, ist derzeit noch in der Diskussion.

Gesammelt wurden Anregungen, etwa Liegebänke, die Anpflanzung von Obstbäumen oder ausreichend Papierkörbe. Einen gewünschten Trinkbrunnen wird es vorerst nicht geben. Aber der könne laut Nünthel noch kommen. Von vornherein abgelehnt wurden Hochbeete, die seien im öffentlichen Raum nicht gut erhaltbar, deshalb sollen sich darum die Schulgärten kümmern. Auch ein Skaterpark ist nicht drin; der wäre zu laut für die Nachbarschaft.

Sorgen der Anwohner, etwa vor Vandalismusschäden und zertrampelten Rasenflächen, nimmt Nünthel ernst: Die Spielgeräte sollten einem "gewissen Belastungsgrad standhalten" und die Verbindungswege direkt vor die Türen der Grund- und Gemeinschaftsschule führen.

900.000 Euro hat der Bezirk für die Planung und den Bau vorgesehen. Dazu kommt der Investorenanteil für Spielflächen und Erschließungswege.

In den nächsten Monaten findet eine Kinder- und Jugendbeteiligung zur Neugestaltung statt, um die laut Nünthel "wirklichen Nutzer" auch ins Boot zu holen. Eine zweite Anwohnerversammlung ist für Juni vorgesehen. Dann werden alle Vorschläge präsentiert. Die Friedrichsfelder freute es, denn, so formulierte es eine Anwohnerin: "Egal was passiert, es kann nur besser werden".

Mehr Nachrichten aus dem Bezirk Lichtenberg lesen Sie hier.