Gesundheit

Neues Gebäude für Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Mit dem Neubau wird die stationäre und ambulante Versorgung in Lichtenberg erweitert. Schwerpunkte sind Diabetologie und Neurologie.

Die  Architekten Thomas Horstmann (l.) und Thomas Rinne übergeben den symbolischen Schlüssel an die Stationsleitungen Laura Kilz (2.v.l.) und Silke Scheer.

Die  Architekten Thomas Horstmann (l.) und Thomas Rinne übergeben den symbolischen Schlüssel an die Stationsleitungen Laura Kilz (2.v.l.) und Silke Scheer.

Foto: Rita Schulze

Lichtenberg. "... dass ihr mir niemanden abweist!": Dieser Schriftzug begrüßt Ärzte, Patienten und Besucher im neuen Klinikgebäude im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH). Der Leitspruch von Friedrich von Bodelschwingh gelte nicht nur zur Weihnachtszeit, sagte Geschäftsführer Michael Mielke bei der Eröffnung des Hauses mit der Nr. 100 im Dezember. Auch wenn die offizielle Inbetriebnahme erst am 2. Januar 2019 erfolgt, freut sich Mielke besonders, dass das Haus noch im Jubiläumsjahr des KEH, das 2018 sein 175-jähriges Bestehen feiert, eingeweiht werden konnte. „Damit haben wir einen weiteren großen Mosaik-Stein in der Gesundheitsversorgung Lichtenbergs und Berlins geschafft“.

Der neue Senats-Staatssekretär Martin Matz, der zur Eröffnung die Glückwünsche der Gesundheits-Senatorin, Dilek Kolat, überbrachte, versicherte, dass sich die Gesundheitsverwaltung für eine Trendwende bei den Krankenhausinvestitionen einsetzen werde.

Fertigstellung nach knapp zwei Jahren Bauzeit

Der dreistöckige Neubau auf dem grünen Krankenhausgelände an der Herzbergstraße konnte in knapp zweijähriger Bauzeit fertiggestellt werden. Mit ihm wird die stationäre und ambulante Versorgung im wachsenden Bezirk Lichtenberg erweitert. Besonders großen Raum nimmt die Diabetologie ein, gibt es doch in Lichtenberg viele Patienten mit dieser Diagnose. Den zweiten Schwerpunkt bildet die hochmoderne Neurologie mit Schlaganfallbehandlung.

„Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge nimmt mit seinen 748 Betten und über 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als nur die Kernaufgaben eines Krankenhauses wahr", sagte Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) in seinen Grußworten. Das KEH engagiere sich dafür, Lichtenberg zu einer demenzfreundlichen Kommune zu entwickeln. Auch mache das Krankenhaus immer wieder auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen in Lichtenberg aufmerksam und versorge viele Menschen mit Behinderung. "Ich bin sicher, dass der Neubau eine wertvolle Ergänzung wird."

Platz für 65 Krankenhausbetten

In dem hellen, luftigen Gebäude mit einer Gesamtfläche von 5236 Quadratmetern ist Platz für 65 Krankenhausbetten. Im Untergeschoss befindet sich das Diabeteszentrum, im Erdgeschoss die ambulante Medizin, im ersten Obergeschoss die Neurologie und im zweiten Obergeschoss die Diabetologie. Dort befindet sich ebenso die Wahlleistungsstation, die zur Entlastung und für ein besseres Raumprogramm Betten aus dem Altbaubereich aufgenommen hat. Zwei Innenhöfe sorgen für viel Tageslicht und dienen zur Querlüftung bei großer Hitze.

Die Rotklinker-Fassade passt sich an das historische Bauensemble unter Berücksichtigung von Auflagen des Denkmalschutzes an. Die Baukosten von 22 Millionen Euro stammen überwiegend aus Spendenmitteln der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Nach der Haussegnung durch die theologische Leiterin, Pastorin Hella Thorbahn, übergaben die Architekten Thomas Horstmann (l.) und Thomas Rinne den symbolischen Schlüssel an die Stationsleitungen Laura Kilz (2.v.l.) und Silke Scheer.

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