Soziales

Mehr Geld für den Tagestreff in der Weitlingstraße

Die Einrichtung versorgt Bedürftige mit Kleidung, Essen und medizinischen Behandlungen. Die Mittel dafür wurden nun aufgestockt.

Bezirksstadträtin Katrin Framke, Bezirksbürgermeister Michael Grunst und Maria Richter vom Tagestreff für Wohnungslose und Bedürftige (v.l.) mit dem Scheck "für Wärmendes im Winter".

Bezirksstadträtin Katrin Framke, Bezirksbürgermeister Michael Grunst und Maria Richter vom Tagestreff für Wohnungslose und Bedürftige (v.l.) mit dem Scheck "für Wärmendes im Winter".

Foto: Rita Schulze

Berlin. Wenige Tage vor Weihnachten haben Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und die Bezirksstadträtin für Gesundheit, Katrin Framke (parteilos, für Die Linke) eine gute Nachricht an den Tagestreff für Wohnungslose und Bedürftige in der Weitlingstraße überbracht: Um die Einrichtung am Bahnhof Lichtenberg auch am Wochenende öffnen zu können, hat das Bezirksamt die Mittel für das Jahr 2019 um 45.000 Euro erhöht. Das Projekt wird durch ein berlinweit einmaliges Drei-Säulen-Modell finanziert: Die Mittel stammen vom Berliner Senat für Soziales, vom Lichtenberger Sozialamt sowie vom Lichtenberger Gesundheitsamt.

Außerdem übergaben die beiden an Maria Richter, Leiterin des Tagestreffs, einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Laut Richter fehlt es oft an Geld für ganz banale Dinger wie Papiertaschentücher oder warme Socken. Spenden sind jederzeit willkommen. Bei Kleidung sollte aber darauf geachtet werden, dass der Anteil der bedürftigen Männer weitaus größer sei als der der Frauen.

Michael Grunst dankte dem Humanistischen Verband Deutschland, der Träger des Treffs ist, und allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und die alltägliche Hilfe. Die erweiterte Förderung des Tagestreffs sei eine Nachbesserung bei den Finanzmitteln. Dazu erklärte Grunst: „Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe prognostiziert deutschlandweit einen Anstieg auf rund 500.000 Bedürftige in diesem Jahr. Davon entfallen auf Berlin etwa 40.000 Wohnungslose.

Katrin Framke ergänzte: „Obdach- und Wohnungslosigkeit sind in Deutschland in den letzten Jahren ein größer werdendes Thema, dass leider oft erst in der kalten Jahreszeit so richtig in den Fokus der Öffentlichkeit gerät. Durch die erhöhte Förderung kann nun die tägliche Kontaktarbeit ausgebaut werden." So würde es leichter, die Betroffenen in die regulären Hilfssysteme weiterzuleiten.