Wohnungsbau

Howoge will "Q218"-Wohnturm an der Frankfurter Allee bauen

Das erste Wohnhochhaus am Bahnhof Lichtenberg mit 22 Etagen soll 50 Prozent geförderten Wohnraum bieten.

"Q218" heißt das neue Bauprojekt der Wohnungsbaugesellschaft Howoge an der Frankfurter Allee. Das Hochhaus soll 64 Meter hoch werden

"Q218" heißt das neue Bauprojekt der Wohnungsbaugesellschaft Howoge an der Frankfurter Allee. Das Hochhaus soll 64 Meter hoch werden

Foto: Howoge

Lichtenberg. Bereits vor vier Jahren wurde das "Q218" an der Frankfurter Allee von den Investoren Arndt Ulrich und Lutz Lakomski angekündigt. 2016 übernahm dann die Howoge das Grundstück. Nun hat die Wohnungsbaugesellschaft den Zuschlag für den Bau des 64 Meter hohen Wohnhochhauses mit mehr als 390 Mietwohnungen im Rahmen einer Innovationspartnerschaft an den Baukonzern Porr erteilt.

Damit werden mehrfacher Hinsicht Maßstäbe gesetzt: Das „Q218“ am S-Bahnhof Lichtenberg ist nicht nur der derzeit höchste Neubau einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft mit einem Anteil von 50 Prozent gefördertem Wohnraum. Auch das Tempo der Auftragserteilung ist für ein öffentliches Vergabeverfahren beachtlich: Nur fünf Wochen nach dem abschließendem Jury-Termin mit Vertretern des Senat und des Bezirks sowie Architekten wurde der Zuschlag erteilt.

Im jetzt abgeschlossenen Partnering-Vertrag wurde – anders als bei üblichen Vergaben – noch nicht das abschließende Bausoll festgelegt. Konkret vereinbart wurden lediglich die Planungsleistungen sowie ein erstes Konzept auf Basis von Mindestanforderungen. Festgelegt ist allerdings die Obergrenze der Kosten. Die Abstimmung der finalen Leistungsbeschreibung für die Bauphase erfolgt in der jetzt einsetzenden Entwicklungsphase, in der das Bauvorhaben gemeinsam weiter entwickelt und optimiert wird. Das Partnering schließt mit einer Festpreisfindung ab.

22-Geschosser zwischen Straßen- und Bahnverkehr

Der Entwurf von Porr sieht den Bau des Wohnhochhauses als 22-geschossigen Solitär auf einem Baufenster von 29 mal 52 Metern vor. Das Gebäude auf dem 4600 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Straße und Bahnschienen untergliedert sich in einen dreigeschossigen Sockelbereich, eine 15-geschossige Mittelzone und eine viergeschossige obere Zone. Es werden rund 22.000 Quadratmeter Wohnraum geschaffen, davon rund 2000 Quadratmeter Sonderwohnen für betreutes Wohnen, Studentenwohnen oder
Co-Working-Büros. Mehr als drei Viertel werden Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen zwischen 35 und 54 Quadratmeter sein.

Howoge-Geschäftsführerin Stefanie Frensch erklärt: "Mit dem Abschluss der ersten Innovationspartnerschaft im sozial verpflichteten und städtischen Wohnungsbau gehen wir bewusst neue Wege, um auch in Zukunft kostengünstigen, flächeneffizienten Wohnraum in hoher entwurflicher Qualität realisieren zu können." Auch Marko Lehman, Leiter der Porr-Niederlassung Berlin ist gespannt auf die neuartige Partnerschaft. Mit Stolz erfülle ihn auch das eindeutige Votum der Jury, die die architektonische Qualität unseres Entwurfs gewürdigt hat: "Es gelingt uns damit, auf einem schwierigen Grundstück nachhaltigen und innovativen Wohnraum zu schaffen."

Für das Neubauprojekt liegt ein positiver Bauvorbescheid des Bezirksamtes vor. Mit dem Bau könnte nach Abschluss der Planungen und der Erteilung der Baugenehmigung noch im Jahr 2019 begonnen werden.

Mehr zum Thema:

Berliner Wohnungsunternehmen starten Tauschbörse

Berliner Plattenbauten sollen höher werden

Richtfest auf dem ehemaligen Mauerstreifen

Wohnungsgesellschaft „Stadt und Land“ fehlen Grundstücke