Leistungssport

Von Hohenschönhausen nach Buenos Aires

Sechs Schüler des Schul- und Leistungssportzentrums Berlin nehmen an den Olympischen Jugendspielen in Argentinien teil.

Verabschiedung im SLZB: Lou Massenberg, Elena Wassen und Maurice Ingenrieth (sitzend v.l.) gehören zu den sechs Sportlern der Schule, die an den Youth Olympica Games in Buenos Aires teilnehmen. Beim Termin dabei waren (v.l.) Schul- und Sport-Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel (CDU), Schulleiterin Gudrun Götze und Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke).

Verabschiedung im SLZB: Lou Massenberg, Elena Wassen und Maurice Ingenrieth (sitzend v.l.) gehören zu den sechs Sportlern der Schule, die an den Youth Olympica Games in Buenos Aires teilnehmen. Beim Termin dabei waren (v.l.) Schul- und Sport-Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel (CDU), Schulleiterin Gudrun Götze und Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke).

Foto: Rita Schulze

Berlin. "Wir sind die sportlich erfolgreichste Schule Deutschlands und somit die Basis für viele olympische Medaillen." Ganz selbstbewusst präsentiert sich das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) auf dem Gelände des Sportforums in Alt-Hohenschönhausen. Und in der Tat gibt es auch im internationalen Vergleich keine andere Schule mit so vielen Medaillen bzw. Teilnahmen an Olympischen Spielen, Welt- und Europameistertiteln sowie Schul-Weltmeisterschaften. Allein in Rio 2016 konnten Absolventen dieser "Eliteschule des Sports", unter ihnen Robert Harting und Kira Walkenhorst, sechs Medaillen gewinnen.

Entstanden ist die integrierte Sekundarschule sowie Grundschule 2014 im Rahmen eines Schulversuches aus der Fusion der Werner-Seelenbinder-Schule und des Coubertin-Gymnasiums im Europasportpark an der Landsberger Allee. Bilder der beiden Namensgeber, des kommunistischen Ringers und des Sportfunktionärs und IOC-Gründers schmücken den Flur des neuen Schulgebäudes an der Fritz-Lesch-Straße.

Sechs Schüler qualifizierten sich für die Olympischen Jugendspiele

Für die nun anstehenden Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires vom 6. bis 8. Oktober konnten sich sechs Schüler qualifizieren. Am 1. Oktober fliegen Lukas Pfretzschner und Filip John (beide Beachvolleyball), Elena Wassen und Lou Massenberg (beide Wasserspringen), Maurice Ingenrieth (Schwimmen) sowie Clea Reisenweber (Bogenschießen) in Argentiniens Hauptstadt. Die Freude, diese Erfahrung machen zu dürfen, ist bei ihnen groß. "Natürlich steht der sportliche Erfolg im Wettkampf im Vordergrund, aber wir freuen uns auch sehr auf Buenos Aires und das Olympische Dorf mit den Athleten aus aller Welt", sagt etwa Lukas Pfretzschner.

Als Hochleistungssportler fühlt sich der 18-jährige Vize-Weltmeister im Beachvolleyball U19 optimal unterstützt: "Trotz vieler Fehlzeiten verpasse ich wenig Unterricht, da mir der Lehrstoff durch Einzelunterricht, E-Learning und andere Methoden vermittelt wird. Dafür bin ich sehr dankbar, da ich so sportlich und schulisch erfolgreich sein und meinen Traum vom Profisportler verwirklichen kann."

Unterricht ist nach dem Sport ausgerichtet

Auch Schulleiterin Gudrun Götze freut sich über die optimalen schulischen Bedingungen. Der Unterricht sei nach dem Sport ausgerichtet, die Gesundheitserziehung stehe im Fokus. Auch werden den Schülern Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie ihr Leben nach der sportlichen Karriere gestalten können. Doch einen kleinen Wermutstropfen gibt es: "Was uns fehlt, ist eine Breitband-Internet-Leitung", sagt Gudrun Götze. Die momentane Datengeschwindigkeit sei viel zu langsam für interaktive Tafeln und so genanntes "distant learning". Doch die Schule sei der einzige Verbraucher in dem von Kleingärten geprägten Gebiet und damit für den Netzbetreiber nicht rentabel.

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