Prozess

39-jähriger Berliner gesteht Missbrauch von acht Mädchen

Dem Angeklagten aus Hohenschönhausen werden 44 Fälle von sexuellem Missbrauch zur Last gelegt. Auch Kinderpornos in seinem Besitz.

Kriminalgericht Moabit

Kriminalgericht Moabit

Foto: Jens Kalaene / dpa

Ein 39-Jähriger hat bei einem Prozess in Berlin sexuelle Übergriffe auf acht Mädchen zugegeben. Er bekenne sich schuldig, Kinder missbraucht zu haben, erklärte der Angeklagte vor dem Landgericht.

Dem Mann werden 44 mutmaßliche Taten zur Last gelegt. Die Opfer seien damals fünf bis zehn Jahre alt gewesen. Der Angeklagte sagte am Dienstag zu Verhandlungsbeginn, die Vorwürfe seien im Wesentlichen zutreffend.

Zu den Taten soll es laut Anklage ab Frühjahr 2012 in einer Wohnung des 39-Jährigen im Stadtteil Hohenschönhausen gekommen sein. Er habe sich an dem siebenjährigen Kind seiner damaligen Partnerin vergangen. Das Mädchen habe ihn als Vater angesehen und sei ihm zeitweise zur Betreuung anvertraut gewesen. Zudem habe der Angeklagte Freundinnen der Siebenjährigen sowie die Tochter einer Bekannten und Zwillinge aus der Verwandtschaft sexuell berührt.

Eines der Mädchen hatte sich im Herbst 2016 offenbart. Seit November ist der Angeklagte, dem auch Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen wird, in Haft. Der Prozess wird am 3. März fortgesetzt.

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