Denkmaltag in Lichtenberg

Stadtbad Lichtenberg - Expressionismus mit bröckelndem Charme

Foto: Krauthoefer

Im Stadtbad Lichtenberg an der Hubertusstraße 47-49 hat Michael Metze als kleines Kind das Schwimmen gelernt, als junger Erwachsener hat er hier 15 Jahre lang mit seiner Betriebssportgruppe trainiert. Dann zog der heute 61-Jährige nach Hellersdorf und verlor das Bad aus den Augen.

„Vor ein paar Jahren habe ich dann in der Zeitung von einem Besichtigungstermin gelesenen, denn es war bereits 1991 wegen eines Wasserschadens geschlossen worden“, sagt Metze. Er sei entsetzt gewesen über den baufälligen Zustand des 1928 eröffneten Bades.

Das von Rudolf Gleye und Otto Weis geplante Gebäude gilt als Paradestück expressionistischer Architektur. Um das Bad zu retten hat Metze, von Beruf Bausachverständiger, mit ein paar Gleichgesinnten eine Genossenschaft gegründet. Eigentümer ist der Berliner Liegenschaftsfonds. „Wir würden es gerne erwerben, haben aber nicht das Geld“, bedauert er. Metze schätzt die Kosten für die Sanierung auf 28 bis 30 Millionen Euro.

Das Foyer des Bades mit einer Ausstellung ist am 13. und 14. September von 11 bis 16 Uhr geöffnet, zudem kann man an Führungen teilnehmen, Anmeldung: kontakt@stadtbad-lichtenberg.de