The Square

Architekturpreis für neues Stadtquartier in Hohenschönhausen

Am Sportforum sollen Hotels, Wohnungen, Geschäfte und Kitas entstehen - untergebracht in einem 118 Meter hohen Wolkenkratzer und zwei kleineren Hochhäusern auf 150.000 Quadratmetern.

Foto: Moritz Gruppe GmbH/Lava

Das 450-Millionen-Euro-Projekt „The Square“ – mit dem ein neues Stadtquartier mit Hochhäusern am Sportforum Hohenschönhausen im Berliner Bezirk Lichtenberg geschaffen wird – sorgt bereits vor Baubeginn für Beachtung. Die Berliner Moritz-Entwicklungsgruppe ist mit dem internationalen Architekturpreis Iconic Awards ausgezeichnet worden. Er wurde in diesem Jahr erstmals vom Deutschen Rat für Formgebung im Rahmen eines Wettbewerbes vergeben.

Das German Design Council – eine Stiftung auf Initiative des Bundestages – zollte damit dem Architekturkonzept der Moritz-Gruppe in der Kategorie Visionäres Leben und Arbeiten Anerkennung. Die Preise werden am 9. Oktober 2013 auf der Messe Expo Real in München verliehen.

Die Square-Symbole sollen ein 118 Meter hoher Wolkenkratzer und zwei kleinere Hochhäuser an einer Plaza am Weißenseer Weg sein, sagt Geschäftsführer Dirk Moritz. Unmittelbar vor dem Sportforum werde das Gebäudeensemble wie ein Siegerpodest angeordnet sein. Anwohner, denen das Projekt schon mehrfach vorgestellt wurde, sprechen bereits von einem Olympiatower.

Nutzung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit

Ein Sportgeschäfte-, Gastronomie-, Freizeit- und Wohnviertel wird sich auf drei Baufeldern bis zur Leichtathletikhalle an der Konrad-Wolf-Straße erstrecken. Insgesamt soll die Nutzfläche 150.000 Quadratmeter betragen, allein 100.000 sind Gewerbe und Büros für Sportvereine oder Firmen vorbehalten.

Moritz will tausend Appartements und Wohnungen schaffen, 210 Kita-Plätze, mehrere Hotels, darunter ein Sporthotel, ein sportmedizinisches Forschungszentrum, Sozial- und Fortbildungseinrichtungen, ein mehrstöckiges Parkhaus, das auch die Besucher des „Square“ und des Sportforums nutzen können. Der Projektentwickler sagt: „Uns schwebt eine Nutzung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit vor.“ Er glaubt, dass insgesamt 3800 Arbeitsplätze entstehen können.

Baubeginn soll 2014 sein

Das Projekt wird von den Verantwortlichen des Bezirks Lichtenberg unterstützt, zudem auch von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Das Bebauungsplanverfahren ist auf der Zielgeraden und soll im Frühjahr 2014 nach nur 21 Monaten abgeschlossen sein.

DDR-Vorzeigebauten wie das frühere Kongess-Center und das Sporthotel an der Stirnseite des Sportforums verfallen seit mehr als 15 Jahren und werden abgerissen. Für das kommende Jahr rechnet Moritz bereits mit dem Baubeginn.