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Winzerfest am Mierendorffplatz in Charlottenburg geplant

Am Mierendorffplatz in Charlottenburg soll es künftig ein Winzerfest nach dem Vorbild des „Rheingauer Weinbrunnens“ geben.

Am Mierendorffplatz in Charlottenburg soll es künftig ein Winzerfest nach dem Vorbild des „Rheingauer Weinbrunnens“ geben.

Am Mierendorffplatz in Charlottenburg soll es künftig ein Winzerfest nach dem Vorbild des „Rheingauer Weinbrunnens“ geben.

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Am Mierendorffplatz in Charlottenburg soll es künftig ein Winzerfest nach dem Vorbild des „Rheingauer Weinbrunnens“ am Rüdesheimer Platz in Wilmersdorf geben. Den Betrieb des neuen Festes könnten Winzer aus Linz, der österreichischen Partnerstadt von Charlottenburg-Wilmersdorf, übernehmen. Inwiefern das Projekt realisiert werden kann, hängt aber noch von Prüfungen ab.

Einem entsprechenden Antrag für ein Winzerfest am Mierendorffplatz hatte der Ausschuss für Wirtschaftsförderung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bereits einstimmig zugestimmt. Doch angesichts der Corona-Krise könnten nun keine konkreten Prüfungen dazu durchgeführt werden, sagt Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD). Davon hängt auch ab, ob ein konkreter Standort gefunden werden kann.

Die Gegend um den Mierendorffplatz wurde deshalb in Betracht gezogen, weil der Platz in der Nähe des Österreichparks liegt. Wolfgang Tillinger, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion der BVV, sagte: „Alle Fraktionen der BVV wollen künftig gemeinsam daran arbeiten, eine neue Örtlichkeit für ein Winzerfest zu finden.“ Er verwies darauf, dass noch unklar sei, ob das Winzerfest „Rheingauer Weinbrunnen“ am Rüdesheimer Platz weiter ausgerichtet werden könnte.

Bundesverwaltungsgericht urteilte gegen Weinbrunnen

Das Fest wird seit mehr als 50 Jahren von Winzern aus dem hessischen Rheingau-Taunus-Kreis, mit dem Charlottenburg-Wilmersdorf eine Partnerschaft unterhält, betrieben. In jedem Jahr wurde es von Mai bis September ausgetragen. Doch ein Anwohner des Rüdesheimer Platzes hatte im Jahr 2014 geklagt, weil er sich durch den Lärm des Winzerfestes gestört fühlte. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Dezember 2019 kam zu dem Schluss, dass die Genehmigung für das Fest vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf rechtswidrig erteilt worden sei.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts bezog sich zwar auf das Jahr 2014, dürfte aber auch für künftige Jahre von großer Bedeutung sein, da auch in Zukunft vom „Weinbrunnen“ Lärm ausgehen dürfte. Das Bezirksamt hatte im April 2014 erlaubt, dass der „Weinbrunnen“ auf der Empore des Rüdesheimer Platzes ohne Ruhetage von Mai bis September 2014 von 15 bis 22 Uhr betrieben werden darf.

Bezirksbürgermeister Naumann erklärte im Dezember 2019, das Bezirksamt werde die detaillierte Urteilsbegründung abwarten. Die Beibehaltung des Sonntags als Ruhetag hatte der Bezirk mit den Winzern bereits vereinbart, um die Nachbarschaft zu entlasten. Die Klage, mit der sich die Bundesrichter befassen mussten, hatte die Situation von 2014 zur Grundlage gehabt. Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Rechtsanwendung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg korrigiert und entschied in letzter Instanz, dass die Genehmigung rechtswidrig gewesen sei.