Rentner

Bezirk startet Umfrage: Was wünschen sich die Senioren?

Der Sozialstadtrat will Daten erheben, wie sich ältere Menschen den Bezirk wünschen, und was für ihre Lebensqualität erforderlich ist.

Senioren treffen sich zum Nordic-Walking in einem Wald. (Symbolbild)

Senioren treffen sich zum Nordic-Walking in einem Wald. (Symbolbild)

Foto: Felix Kästle / dpa

Sozialstadtrat Detlef Wagner (CDU) möchte es möglichst genau wissen, wie es den Senioren in der City West geht. „Immerhin werden in fünf bis zehn Jahren ein Drittel der Einwohner im Bezirk über 60 Jahre alt sein“, sagt er. Für eine repräsentative Umfrage zur Lebensqualität der Senioren in Charlottenburg-Wilmersdorf verschickt seine Behörde deshalb 10.000 Fragebögen an diese Bevölkerungsgruppe.

Seniorenumfrage bisher nur im Bezirk Mitte

Bisher habe nur der Bezirk Mitte eine solche „Verwissenschaftlichung“ dieses Thema unternommen, sagt Wagner. Zwar sei auch die Seniorenvertreteung sowie des Bezirks ein guter Ansprechpartner. Doch, so Wagner, sei es wichtig, belastbare Daten zu konkreten Wünschen und Bedürfnissen zu bekommen, um entsprechend finanzielle Mittel für deren Realisierung aufzubringen und in die richtigen Kanäle fließen zu lassen.

Umfangreicher Fragebogen für ein aussagekräftiges Bild

Wagner hatte sich jüngst bei Marathonvorbereitungen einen Muskelfaserriss zugezogen. „Wenn man selbst einmal mobilitätsbehindert in der Stadt unterwegs ist, fallen einem erst die viele Hürden auf, die es überall gibt“, sagt er.

Doch vielleicht sähe die Mehrheit der Senioren Probleme ja an einer ganz anderen Stelle. Es stelle sich ja auch immer die Frage, wie sehr soll Staat helfend eingreifen, sagt der Stadtrat. Werde beispielsweise eine lebendige, unterstützende Nachbarschaft gewünscht? Wenn ja, soll der Bezirk eine solche Initiative möglicherweise koordinieren? Welche Angebote seien im Bereich Sport und Freizeit gewünscht oder reichen den Menschen in der City West die Angebote der Vereine oder kommerzieller Einrichtungen.

Die Studie ermöglicht eine Auswertung der Daten nach 17 Bezirksregionen, um entsprechende Bedürfnisse zu lokalisieren.

80 Fragen auf 16 Seiten sollen aussagefähiges Bild ergeben

Wagner räumt ein, dass der Fragenkatalog mit 80 Fragen auf 16 Seiten ziemlich umfangreich ist. „Aber wenn wir uns schon diese Mühe machen, dann soll es Hand und Fuß haben, damit wir auch ein aussagefähiges Bild bekommen“, sagt er. Ausgesendet werden die Fragebögen ab kommendem Montag, 13. Januar, vom IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ).

Die Empfänger werden zufällig im Einwohnermelderegister aus der Personengruppe ab 60 Jahren ausgewählt. Die Beantwortung ist aus Datenschutzgründen anonym und der Fragebogen kann kostenfrei zurückgesandt werden. „Wir hoffen auf einen hohen Rücklauf“ sagt Wagner.

Information

Für Fragen zur Umfrage steht Altenhilfekoordinatorin Claudia Diederichs montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter (030) 9029-14323 oder per Email claudia.diederichs@charlottenburg-wilmersdorf.de zur Verfügung.