Bahn bremst Spaziergang zu Westkreuz-Park aus

Die Bahn scheint die Pläne für einen Westkreuz-Park nicht zu mögen.

Die Bahn scheint die Pläne für einen Westkreuz-Park nicht zu mögen. Für die Begehung mit einer Landschaftsarchitektin galt am Dienstag: Betreten verboten. Von Carolin Brühl Das hatten sie sich anders vorgestellt. Interessierte Bürger wollten sich unter der Führung der Landschaftsarchitektin Saara Vilhunen die Pläne für eine Neugestaltung des Westkreuzareals zu einem Park direkt vor Ort erklären lassen, doch die Bahn bremste das Vorhaben aus.

Das Büro der Landschaftsarchitekten "Fugmann Janotta Partner", das vom Bezirk mit einem stadt- und landschaftsplanerischen Gutachten für den Bereich Westkreuz beauftragt worden ist, teilte den Teilnehmern in einer Mail mit: "Die DB Netz AG gestattet leider keinen Zugang zu ihren Flächen. Aufgrund des Betretungsverbotes muss die Spazierroute verändert bzw. verkürzt werden." Lediglich die nördliche Teilfläche bis zum Vereinsheim der Kleingärtner könne besichtigt werden, so das Planungsbüro.

"Kleiner Positionskampf"

Stadtentwicklungsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) zeigt sich von der Blockadehaltung der Bahn nicht überrascht: "Die Bahn will nach wie vor meistbietend für Wohnungsbau verkaufen und wir wollen Grünfläche und Park, was das Gelände für Investoren nicht so attraktiv macht. Darum gibt es jetzt einen kleinen Positionskampf." Die Bahn hat unterdessen auf eine Nachfrage der Berliner Morgenpost geantwortet. Gisbert Gahler vom Regionalbüro Kommunikation Berlin der Deutschen Bahn AG begründete, weshalb sein Unternehmen das Betreten der bahneigenen Flächen untersagt hat: "Im Rahmen eines vom Bezirksamt geplanten Workshops sollte ein öffentlicher Spaziergang über Flächen mit direktem und ungesichertem Zugang zu Eisenbahnbetriebsanlagen führen. Dies untersagen wir grundsätzlich aufgrund erhöhter Gefahrenlage und bestehender Sicherheitsbestimmungen."