Würdigung

Benennung nach Politikerin Marie Juchacz

Marie Juchacz um 1930.

Marie Juchacz um 1930.

Foto: picture-alliance / IMAGNO/Schostal Archiv

Grünanlage am Halleschen Tor könnte zukünftig an die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt erinnern.

Berlin. Das erste Gremium hat der Antrag bereits durchlaufen. Der Ausschuss für Diversity und Antidiskriminierung stimmte dem Antrag der SPD jetzt zu, eine bislang unbenannte Grünfläche am Halleschen Tor in Marie-Juchacz-Park umzubenennen.

Als nächstes geht der Antrag von Sebastian Forck (SPD) in den Kulturausschuss. Forck hat vorgeschlagen, die jüngst sanierte Grünanlage am Mehringplatz, gegenüber den Hochbahngleisen, nach der ersten Rednerin in der Weimarer Nationalversammlung zu benennen. An der Stelle befindet sich bereits ein Denkmal für die SPD-Politikerin. Es war 2017 in Beisein des damaligen SPD-Chefs Martin Schulz enthüllt worden.

Flucht in die USA

Geprägt von den Schrecken des Ersten Weltkriegs, hatte Marie Juchacz 1919 die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gegründet. Sie war bis zur Machtübernahme der Nazis Vorsitzende des Sozialverbandes. Im Zweiten Weltkrieg engagierte sie sich im französischen Widerstand und floh schließlich in die USA. 1949 kehrte sie nach Deutschland zurück. Marie Juchacz starb 1956 mit 76 Jahren in Düsseldorf.