Berlin-Kreuzberg

Protest und Polizeieinsatz bei Räumung einer Wohnung

dpa
"Stop Zwangsräumungen" steht auf dem Schild eines Demonstranten, bei einer Protestaktion des Bündnisses "Zwangsräumung verhindern" gegen die Zwangsräumung einer Wohnung in einem Wohnhaus am Mehringdamm.

"Stop Zwangsräumungen" steht auf dem Schild eines Demonstranten, bei einer Protestaktion des Bündnisses "Zwangsräumung verhindern" gegen die Zwangsräumung einer Wohnung in einem Wohnhaus am Mehringdamm.

Foto: Paul Zinken/dpa

Auf dem Mehringdamm demonstrierten einige Dutzend Menschen. Zum Teil setzten sie sich auf den Gehweg vor das Haus.

Berlin. Begleitet vom Protest einiger Demonstranten und einem kleinen Polizeieinsatz ist die angekündigte Räumung einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg erfolgt. Eine Gerichtsvollzieherin habe die Wohnung am Mehringdamm am Montagvormittag übernommen, sagte ein Polizeisprecher. Auf der Straße demonstrierten einige Dutzend Menschen. Zum Teil setzten sie sich auf den Gehweg vor das Haus und versuchten eine Blockade. Die Polizei hielt sie auf Abstand. Die Stimmung war laut Beobachtern teilweise aggressiv. Die Polizei teilte mit, der Einsatz sei ruhig verlaufen.

Weitere Kundgebung in der Adalbertstraße geplant

Bündnisse wie "Zwangsräumung verhindern" und "Mietenwahnsinn" hatten zu Widerstand und Protest aufgerufen. "Das Recht auf Wohnen wird weiterhin mit Füßen getreten", schrieben sie am Montag bei Twitter. Für Dienstagmorgen ist eine weitere kleine Kundgebung gegen eine Räumung in der Adalbertstraße in Kreuzberg geplant. In Großstädten wie Berlin werden jedes Jahr Hunderte bis Tausende Wohnungen geräumt, meist weil die Miete nicht gezahlt wird.

( dpa )