Grundschule

Friedrichshainer Schüler lernen im Klassenraum aus Holz

„Made in Friedrichshain-Kreuzberg“: Die Hausburg-Grundschule bekommt ein dreistöckiges Gebäude für 300 Schüler.

Schulstadtrat Andy Hehmke (l., SPD) und Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) auf der Baustelle der Ausweichbauten für die Hausburgschule.

Schulstadtrat Andy Hehmke (l., SPD) und Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) auf der Baustelle der Ausweichbauten für die Hausburgschule.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Gegen 10.30 Uhr schwebte via Kran das nächste Modul ein. Binnen neun Tagen ist die neue Schule dann zusammengeschraubt. Die Konstruktion eines Gebäudes für 300 Schüler der Friedrichshainer Hausburggrundschule war am Mittwoch an der Otto-Ostrowski-Straße voll im Gange. Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) unterstrich, dass mit Massivholz gearbeitet wurde, was den an elf Standorten im Bezirk eingesetzten Metallcontainern überlegen sei. Im März kommenden Jahres kann dort der Unterricht beginnen. Die Gesamtkosten betragen 6,15 Millionen Euro.

Auf drei Stockwerken sollen dann 2100 Quadratmeter zur Verfügung stehen, die wegen der anstehenden Bauabschnitte einer Sanierung in der Hausburg-Grundschule gebraucht werden. Zudem steigt der Bedarf an Grundschulplätzen im Bezirk, rund 1000 bis Mitte des Jahrzehnts, sagte Schulstadtrat Andy Hehmke (SPD). Der neue Bau werde den künftigen Bedarf im Einzugsbereich der Friedrichshainer Hausburg-Grundschule decken. Kurioserweise befindet sich das jetzt genutzte Areal in Pankow. Es ist wie die dortige Halle im Besitz von Friedrichshain-Kreuzberg.

Metallcontainern überlegen

Von Planung bis Fertigstellung 2021 sind zweieinhalb Jahre vergangen – ein eher unüblich hohes Tempo im Schulneubau. Pläne sowie Beauftragung von Konstruktion und Architekten kommen aus Schmidts Ressort Facility Management. Das Gebäude mit Raum für zwölf Klassen, Lehrerzimmer, eine Mensa und zerlegbare Treppenhäuser sind einzigartig in Berlin. Schmidt unterstrich, dass die Haltbarkeitsdauer bei 30 Jahren liege und damit den acht Jahren eines Metallcontainers überlegen sei.

Das Haus, in dessen Räumen am Mittwoch der in Schulen ungewohnte Geruch nach Fichtenholz hing, ist aus 75 Modulen zusammengesetzt, recycelbar und kann nach den bisher genehmigten acht Jahren an anderer Stelle errichtet und genutzt werden. Langfristig denkbar sei laut Schmidt der Einsatz als Wohn- und Dienstgebäude.

Überlegen ist der Bau auch durch besseres Raumklima. Die Holzkonstruktion erhitzt sich nicht im Sommer. Zudem dienen die verwendeten Fenster dem Infektionsschutz, da sie schnelles, effizientes Lüften ermöglichen. Die von den Stadträten genannte Summe von 6,15 Millionen Euro schließt Bau, Konstruktion, Honorare, Gestaltung der Außenanlage und das Mobiliar ein.