Räumung

BSR warnt vor falscher Sperrmüllaktion

In Friedrichshain sind Plakate zu einer angeblichen Sperrmüllaktion aufgetaucht. Diese seien gefälscht, warnt die BSR.

Sperrmüllaktion der BSR. Doch die Plakate, die in Friedrichshain auftauchten, seien gefälscht, warnt die  BSR.

Sperrmüllaktion der BSR. Doch die Plakate, die in Friedrichshain auftauchten, seien gefälscht, warnt die BSR.

Foto: Foto: Matthias von Hoff

Berlin. In Friedrichshain sind Aushänge aufgetaucht, in denen für Freitag ein Sperrmüll-Aktionstag der, so wörtlich, „Stadtreinigung Berlin (SBR)“ an­ge­kündigt wird. Nach Angaben der Polizei wurden die Fälschungen überwiegend im Bereich der Rigaer Straße und der Liebigstraße gesehen. Beide Straßen liegen seit Donnerstagmorgen in einem von der Polizei eingerichteten Sperrkreis. Am frühen Freitagmorgen soll dort das Wohnhaus Liebigstraße 34 geräumt werden.

Auf den gefälschten Plakaten werden Mieterinnen und Mieter aufgefordert, bis Freitagmorgen 7 Uhr ihren Sperrmüll an den Straßenrand zu stellen. Die BSR stellt klar, dass diese Aushänge gefälscht sind. Sie bittet darum, dem falschen Aufruf keinesfalls Folge zu leisten und keinen Sperrmüll, Elektroschrott und Ähnliches an die Straße zu stellen. Ordnungsamt und Polizei sind laut BSR über die gefälschten Aushänge informiert.

Im Vorfeld der geplanten Räumung hatten linksextreme Gruppen und Anhänger der Bewohner des Hauses Liebigstraße 34 zu dezentralen Aktionen gegen die Infrastruktur von Polizei und Staat aufgerufen. In Polizeikreisen wird vermutet, dass mit dem möglichen Sperrmüll auf der Straße Hindernisse errichtet werden sollen. Nach Angaben eines Polizeisprechers erfüllt der falsche Aushang keinen Straftatbestand, Ermittlungen werde es nicht geben. Sollten Anwohner dennoch ihren Sperrmüll innerhalb des eingerichteten Sperrkreises ins Freie stellen, müssten sie ihn wieder zurück in ihre Wohnungen holen.